11 11 Israel 03
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November 2008:  Israel-Reise nach Jerusalem und Tel Aviv

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Dienstag, 4.11.: Die Anreise

Am späten Abend komme ich vor den Toren Jerusalems an
Mein Hotel befindet sich direkt in der ehrwürdigen Altstadt


Mittwoch, 5.11.: Jerusalems Altstadt

Am nächsten Morgen frühstücke ich auf der Hotel-Terrasse mit herrlicher Aussicht
Meine Altstadtbesichtigung beginne ich im arabischen Viertel
hier herrscht reges Markttreiben
Video: Im arabischen Viertel von Jerusalem
Arabischer Barbier bei der Arbeit
Ich sammle einige Impressionen
und begebe mich weiter ins jüdische Viertel der Altstadt
Hier finde ich ein ganz anderes Leben vor
... geprägt von anderen religiösen Vorstellungen
und einer unterschiedlichen Mentalität
Das jüdische Viertel ist aufgeräumter und sauberer
vieles ist neu oder wird gerade erweitert
Wachposten am Eingang zum jüdischen Viertel
Auf den Altstadtmauern von Jerusalem
Ich besichtige die Klagemauer
... doch zuvor setzte ich mir noch eine Kippa (Kopfbedeckung) auf
Die Klagemauer ist das wichtigste jüdische Heiligtum in Jerusalem
Juden aus aller Welt kommen hier hin ...
... um zu beten
In den Ritzen der Mauer stecken Wünsche und Gebete auf Zetteln
Neben der Klagemauer befindet sich der Eingang zum Tempelberg
Sowohl für Christen, Moslems als auch Juden einer der wichtigsten religiösen Orte
Hier fällt mal wieder auf: irgendwie scheinen Religion und Gewalt sich sehr nahe zu stehen
Die Al-Aqsa-Moschee an der südlichen Seite des Tempelbergs
Der Reinigungsbrunnen El-Quas
Das beeindruckendste Gebäude auf dem Tempelberg
... ist sicherlich der Felsendom
Vor dem Felsendom
Er ist nicht nur der älteste islamische Sakralbau überhaupt ...
sondern auch der wohl schönste
Von hier aus stieg der Prophet Mohammed in den Himmel empor
und sein Pferd hinterließ dabei einen Fußabdruck
Der Zutritt ist allerdings nur Muslimen erlaubt
Östlich vom Felsendom steht der Kettendom
Al-Mawazin, nach islamischer Tradition werden hier am Tag der Auferstehung ...
... die Waagschalen aufgehängt, mit denen die Taten der Menschen beurteilt werden
Das Goldene Tor an der Ostseite - nach jüdischem Glauben wird der Messias ...
am Ende aller Tage durch dieses Tor in die Stadt einziehen
Grund genug für die Muslimen, das Tor zu zu mauern und Müll davor zu lagern
Als nächstes begebe ich mich durch das armenische Altstadtviertel ...
bis zum Löwentor, vor dem der Märtyrer Stephanus gesteinigt wurde
Hier beginnt die Via Dolorosa, also der Kreuzweg,
... auf dem Jesus zu seiner Kreuzigung getrieben wurde
Heute ist der Weg und seine 14 Stationen ein beliebtes Ziel christlicher Pilger
Station 2: Der Ort der Verurteilung und Geißelung Christi
Station 5: Oratorium der Franziskaner
Station 6: Die französische Veronikakirche und Kloster der kleinen Schwestern Jesu
Die Stationen 9 bis 14 befinden sich nicht mehr auf der Via Dolorosa ...
sondern innerhalb der heiligsten Stätte des Christentums:
Der Grabeskirche
Die Grabeskirche in Jerusalem ist über dem Golgathafelsen erbaut worden,
auf dem das Kreuz Jesu Christi stand
Kurz hinter dem Eingang befindet sich der Salbungsstein ...
auf dem Jesus nach seinem Tod niedergelegt und eingesalbt wurde
Unter einem griechisch-orthodoxen Altar befindet sich die Stelle
an der das Kreuz gestanden haben soll
Eine Glasscheibe neben dem Altar zeigt den Riss im Golgathafelsen
... der laut Bibel durch ein Erdbeben bei der Kreuzigung entstanden sein soll
Das größte Heiligtum, die 14. Station des Kreuzweges, ist jedoch ...
das Grab Christi
Hier stehen die Pilger in langen Schlangen
... um einmal im Leben das Grab zu sehen
... und um es mit den Lippen zu küssen
Als nächstes besteige ich den Turm der nahen evangelischen Erlöserkirche
von hier aus hat man eine hervorragende Aussicht über Jerusalem
Panoramabild: Blick vom Turm der Erlöserkirche auf Jerusalem
Außerhalb der Stadtmauern Jerusalems gibt es allerdings noch ...
einen weiteren Felsen, aus dem einige Gläubige die Form eines Schädels erkennen
Da "Golgatha" Schädel bedeutet, nehmen diese Menschen an, dass das ...
hier gefundene Grab das von Jesus Christus sein muss
Als nächstes begebe ich mich zum östlich der Altstadt gelegenen Ölberg
Für gläubige Juden ist es eine besondere Ehre ...
hier begraben zu werden
Auf dem Ölberg stehen einige Kirchen
Die Kirche der Nationen wurde von zahlreichen Ländern gemeinschaftlich erbaut
Am Fuß des Ölberges - im Garten Gethsemane - befindet sich der Eingang zum Mariengrab
Nach altkirchlicher Tradition befindet sich hier die Grabstätte der heiligen Maria, der Mutter Jesu
In der Grotte Gethsemane fand das letzte Abendmahl statt
Langsam wird es Abend an diesem so geschichtsträchtigen Ort
Panoramabild: Jerusalem bei Nacht


Donnerstag, 6.11.: Bethlehem und Jerusalems Neustadt

Am nächsten Morgen fahre ich mit dem Taxi ...
bis zur Grenze zum Palästinensischen Autonomiegebiet
Nach strengsten Sicherheitskontrollen
darf ich die andere Seite betreten
Heute habe ich eine Ausflugstour nach Bethlehem gebucht
Unser erstes Ziel ist das Feld, auf dem die Engel den Hirten die Geburt Jesu verkündet haben
Heute finden sich hier die Überreste einer Kreuzfahrerkirche sowie eine moderne Kirche
In Bethlehem selbst - hier das Bethlehem Peace Center am Manger Square - besuchen wir ...
die Geburtskirche, die über dem Stall erbaut wurde, in dem Jesus geboren wurde
Durch das sehr kleine Eingangsportal betritt man einen, ...
wie ich finde, sehr stimmungsvollen Innenraum
In einer kleinen Kapelle hinter dem Altar befindet sich die Grotte,
in der das Christuskind geboren wurde
Ein silberner Stern markiert die angeblich exakte Stelle
Neben der ursprünglichen Geburtskirche steht die moderne Schwester-Kirche
Zurück in Jerusalem mache ich heute nachmittag einen Rundgang durch die Neustadt
Hinter hohen Absperrungen befindet sich die Knesset, das Parlament Israels
Vor dem Besuch des Israel-Museums müssen alle Waffen an der Garderobe abgegeben werden
Das Israel-Museum zeigt ein interessantes Model Jerusalems zur Zeit des Zweiten Tempels
Damals befand sich der Golgathafelsen, auf dem Jesus gekreuzigt wurde noch außerhalb der Stadtmauern
Der Zweite Tempel, dessen Verlust die Juden heute noch an der Klagemauer beweinen
Der "Schrein des Buches" zeigt einige Kopien der ältesten Bibelschriftrollen ...
die 1947 in Qumran gefunden wurden
Gegen Abend gehe ich noch ein wenig auf der Ben Yehuda Street shoppen


Freitag, 7.11.: Tel Aviv

Am nächsten Morgen begebe ich mich zum Bahnhof und fahre mit dem Zug nach Tel Aviv
Dabei fühle ich mich glatt wie zuhause: hier fahren exakt die gleichen Züge wie bei uns
Mein Hotel in Tel Aviv ist das "Hotel Cinema" am Dizengoff Square
Es wurde im einst bekanntesten Kino der Stadt eingerichtet
... das in den 30er Jahren im für Tel Aviv so typischen Bauhausstil errichtet wurde
Doch nun stürze ich mich erst mal in die 400.000 Einwohner-Stadt Tel Aviv
Mein erstes Ziel ist das Azrieli-Center
Dieses hauptsächlich aus drei Hochhäusern bestehende Bauwerk beherbergt ...
ein Einkaufszentrum ...
und im 49. Stockwerk befindet sich eine Besucherplattform
Von hier oben möchte ich mir einen ersten Eindruck über die Stadt verschaffen
Eine wirklich ungewöhnlich Perspektive
Ich bin völlig überwältigt ...
von der Dimension dieser riesigen Metropole
Doch vor allem ist Tel Aviv eine lebendige Stadt
Schnell finde ich mich im Getümmel eines Flohmarktes wieder
Video: Straßenkünstler auf dem Nahalat Binyamin-Flohmarkt
Ich laufe die "Sderot Rothschild" entlang ...
die von zahlreichen Wohnhäusern im Bauhausstil flaniert wird
Sie haben Tel Aviv nicht nur den Beinamen "Weiße Stadt" eingebracht
... sondern auch den Status einer UNESCO-Weltkulturerbestätte
Architektonisch wirklich eine besonders spannende Stadt
Mein weiterer Weg führt mich bis zum Opernhaus ...
das an der 5 km langen Strandmeile steht
An der lebhaften Strandpromenade
... treffen sich die jungen Israelis in trendigen Straßencafés
Ein wirklich herrlicher Sandstrand
und auch ich entscheide mich
hier einige Stunden die Sonne zu genießen
Panoramabild: Blick vom Wasser aus auf den Stadtstrand von Tel Aviv
Mir gefällt dieser trendige Strand ausgesprochen gut
Junge Israelin die am Strand meditiert
Sonnenuntergang am Frishman Beach
Am späten Abend laufe ich entlang der Küste
... bis nach Jaffa
Jaffa ist die arabische Altstadt ...
aus der Tel Aviv vor erst 100 Jahren hervorgegangen ist


Samstag, 8.11.: Busreise durch Galiläa

Für den heutigen Tag habe ich einen Busausflug nach Galiläa gebucht
Auf unserer Fahrt in den Norden des Landes passieren wir ...
zahlreiche aus der Bibel bekannte Ort wie die Ebene Armageddon
... oder den Berg Tabor, auf den Jesus einst stieg, um zu erfahren, dass er der Sohn Gottes ist
Nach 100 Kilometern Fahrt erreichen wir Nazareth
Hier machen wir unseren ersten Halt
Die Verkündigungsbasilika über der Grotte, in der der Erzengel der Jungfrau Maria erschien
Panoramabild: Die Verkündigungsbasilika
Beeindruckend finde ich vor allem, dass die Eltern von Jesus in einer einfachen Höhle lebten
Sie hätten sich wohl nicht erträumen lassen, dass Touristen einmal ihr Geld hier reinwerfen werden
Unser nächstes Ziel ist der Fluss Jordan
In ihm wurde Jesus von Johannes dem Täufer getauft
Ein beeindruckendes Gefühl nun auch in diesem Wasser zu stehen
Nach einem Mittagessen fahren wir nach Tabgha, wo die Speisung der Fünftausend stattfand
Hier steht die Brotvermehrungskirche
Wir erreichen den See Genezareth
An seinem Ufer lebte und wirkte Jesus
Ich schaffe es allerdings nicht, über das Wasser zu laufen ;-)
Direkt am See liegt auch Kapernaum
Auch hier wurde - einmal mehr - eine Kirche errichtet
Durch den Glasboden in ihrer Mitte blickt man auf das Haus des Jüngers Petrus
Hier hielt sich Jesus häufig auf
Bei den Ausgrabungsarbeiten fand man eine Synagoge
Christliche Pilger in der Synagoge von Kapernaum
Sonnenuntergang über dem See Genezareth
Nun "gehen wir über den Jordan"
Auf der anderen Seite des kleinen aber weltbekannten Flusses
... durchqueren wir die Golanhöhen
Lange Zeit war diese fruchtbare Landschaft
Schauplatz vieler Kämpfe zwischen Palästinensern und Juden
Von hier aus erblickt man das jordanische Staatsgebiet
Am Abend komme ich wieder in Tel Aviv an
Aus Anlass der Ermordung von Rabin im Jahre 1995 findet heute eine Friedensdemo statt
Nach so vielen Eindrücken dieses schönen Landes, wünsche ich den Menschen, die hier leben,
seien sie palästinensischer Herkunft ...
... oder jüdischen Glaubens
vor allem eines: Frieden, und zwar jetzt!
Video: Friedenskundgebung auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv