11 08 Griechenland 03
Bericht

Juni 2007:  Ein verlängertes Wochenende in Thessaloniki

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Reisebericht


Blick über den Thermäischen Golf auf Thessaloniki
Abendliche Urlaubsstimmung an der griechichen Ägais

Abendliche Urlaubsstimmung an der griechichen Ägais
Am 31. Mai 2007 eröffnet easyJet seine neue Flugstrecke von Dortmund nach Thessaloniki. Eine gute Gelegenheit, um ein verlängertes Wochenende an der griechischen Ägais zu verbringen.

Die Eröffnung der Flugstrecke ist noch nicht sonderlich bekannt und die Flugpreise sind auf Grund der noch geringen Nachfrage entsprechend niedrig. Als dann auch noch eine Preisaktion mit 25 Prozent Rabatt durchgeführt wir, schlage ich zu.

Als Hotel habe ich das 4-Sterne-Hotel Galaxias Beach ausgesucht. Es liegt nicht weit vom Flughafen direkt am Sandstrand.

Samstag, 2.6: Die Anreise

Über Münster fahre ich nach Dortmund-Holzwickede, dem Bahnhof des Flughafens Dortmund. Dort ist das Schild zur Haltestelle des Flughafen-Shuttle-Busses kaum zu übersehen. Die Fahrt mit dem Bus kostet 1 Euro.

Vom Flughafen Dortmund aus fliege ich mit easyJet nach Thessaloniki
easyJet fliegt von Dortmund aus nach ganz Europa

easyJet fliegt von Dortmund aus nach ganz Europa
Der dreistündige Flug verläuft angenehm. Wie bei easyJet üblich, ist allerdings kein Essen im Flugpreis eingeschlossen. Da ich aber trotzdem Hunger habe, kaufe ich mir ein recht großes aber wenig schmackhaftes Baguette für 5 Euro. Für einen 0,15-Liter-Apfelsaft bezahle ich 1 Euro.

Bemerkenswert ist unser Landeanflug von Westen her. Der Anflug erfolgt über dem Thermäischen Golf, parallel zur Küstenlinie der Stadt. Dabei habe ich - ich sitze in Flugrichtung links - eine wunderschöne Aussicht auf Thessaloniki.

Nach der Landung ströme alle Passagiere zum ausgewiesenen Kofferband. Nachdem die Koffer die erste Runde gedreht haben, wundere ich mich - offensichtlich als einziger - dass nicht ein einziger Koffer vom Band genommen wurde. Also stelle ich mich lieber an das andere noch vorhandene Band, auf dem eigentlich das Gepäck aus London liegen soll, und siehe da, dort kommt mein Koffer auch schon.

Direkt vor dem Ausgang des Flughafengebäudes nehme ich ein Taxi. Man sollte darauf achten, dass das Taxameter läuft. Mein Taxifahrer schlägt auf den angezeigten Preis von rund 10 Euro allerdings noch etwas drauf, angeblich für das Gepäck und den Fahrtbeginn am Flughafen.

Mein Hotel ist das
Das 4-Sterne-Hotel Galaxias Beach

Das 4-Sterne-Hotel Galaxias Beach
Die meisten Touristen fahren von Thessaloniki aus in die 90 km weiter südlich liegenden Touristengebiete auf den Halbinseln Kassandra und Sithonia. Für meinen kurzen Besuch wollte ich aber in der Nähe der Stadt bleiben. Darum habe ich das Hotel Galaxias Beach gebucht. Es liegt in dem kleinen Örtchen Agia Triada, 10 km vom Flughafen und 19 km vom Stadtzentrum Thessalonikis entfernt.

Das Hotel ist recht gut und seine 4-Sterne auf jeden Fall wert. Es liegt 20 Meter vom Sandstrand entfernt. Das Personal ist sehr freundlich. An der Rezeption wird fließend deutsch gesprochen. Mein Zimmer mit der Nummer 402 ist eigentlich ein Doppelzimmer, wenn man es allerdings mit zwei Personen belegt, dürfte es etwas klein sein. Dafür ist es sauber und mit Badewanne und Balkon ausgestattet.

Schon im Vorfeld hatte ich mich besonders auf das griechische Essen gefreut. Deshalb laufe ich als erstes aus dem Hotel rechtsherum am Strand entlang. Hier finde ich nach wenigen Metern ein Restaurant. Die Tische stehen direkt auf dem Sandstrand. Ich wähle als Vorspeise Tomatensalat und im Hauptgang einen Souvláki (Fleischspieß).

Griechischer Bauernsalat
Vor allem das griechische Essen ist schon die Reise wert

Vor allem das griechische Essen ist schon die Reise wert
Gut gesätigt laufe ich weiter. In ca. 600 Metern Entfernung vom Hotel beginnt ein kleines Touristenviertel. Hier finden sich mehrere Restaurants, Imbissbuden, Bars und Cafés. Agia Triada ist ein Ort, in dem zum Großteil Griechen ihren Urlaub verbringen. Da heute Samstag ist, sind die Bars meist bis zum Rand gefüllt. Ich vermute, dass auch viele Stadtbewohner aus Thessaloniki hier her fahren, um einen Cocktail am Strand schlürfen zu können.

Zurück im Hotel stelle ich fest, dass um den Pool herum, der wunderschön Richtung Strand gelegen ist, eine sehr aufwändige Hochzeitsfeier mit Feuerwerk und üppigem Buffet statt findet. Die Hochzeits-Suite ist sogar auf meinem Flur, das erkenne ich daran, dass unzählige Blütenblätter vor der Tür ausgeschüttet wurden.

Sonntag, 3.6: Ein Tag am Strand

Der Strand von Agia Triada
Perfektes Wetter für einen Tag am Strand von Agia Triada

Perfektes Wetter für einen Tag am Strand von Agia Triada
Das Frühstück ist qualitativ sehr gut, jedoch läßt die Auswahl etwas zu wünschen übrig. So gibt es nur wenige Sorten Wurst oder Käse und die Eier gibt es nur in fest gekochter Form. Erst am letzten Tag habe ich die Idee, den Kellner zu fragen, ob er mir nicht ein Spiegelei bringen kann. Das bekomme ich dann auch kostenlos. Mein Tipp beim Frühstück sind übrigens die dünnen Sesamstangen.

Nach dem Frühstück laufe ich zu einer schönen Stelle am Strand, wo ich mich für den Rest des Tages nieder lassen kann. Das Wasser ist sauber und auch wenn man weit ins Meer hinausschwimmt, wird es nicht besonders tief. Überall finden sich kleine Buden mit Getränken oder Eis. So läßt es sich aushalten!

Hunde vor dem Sonnenuntergang über der griechischen Ägais
Sonnenuntergang über der griechischen Ägais

Sonnenuntergang über der griechischen Ägais
Von 10 Uhr bis 17 Uhr bleibe ich am Strand. Das ist nur möglich dank 10'er Sonnencreme und der Tatsache, dass die Temperaturen einfach perfekt sind - warm aber nicht zu heiß.

Nach dem Duschen im Hotelzimmer gehe ich noch einmal die Strandpromenade entlang, um ein gutes Restaurant zu suchen. Dort bestelle ich gegrillten Feta-Käse, frischen Tsatsiki, gegrillte Peperoni und Souvláki. Sehr lecker!


Montag, 4.6.: Sightseeing in Thessaloniki

Der Weiße Turm ist das Wahrzeichen von Thessaloniki
Der Weiße Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt

Der Weiße Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt
Nach dem Frühstück erkundige ich mich an der Rezeption wie ich am besten nach Thessaloniki fahren kann. Die freundliche Dame empfiehlt mir den Bus der Linie 72 zum Möbelhaus Ikea zu nehmen. Dort soll ich umsteigen in einen Bus der Linie 2 oder 3.

Genauso mache ich es auch. Das Busticket, das auch nach dem Umsteigen noch gültig ist, wird im Bus an einem Automaten gezogen und kostet 60 Cent. Man sollte allerdings passend zahlen, denn der Automat gibt kein Wechselgeld heraus.

Da ich nicht weiß, wo ich genau aussteigen soll, fahre ich bis zum Hauptbahnhof. Dieser liegt allerdings etwas abgelegen und ich laufe ein Stückchen zurück Richtung Vláli-Markt. Dort schaue ich mir als erstes die Panagía Chalkéon an, eine Kirche aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Obst ...
Thessaloniki ist für seine bunten Märkte ...

Thessaloniki ist für seine bunten Märkte ...
In direkter Nähe zu ihr befinden sich die Markthallen, für die Thessaloniki so bekannt ist. Hier kaufen die Griechen alle für den Alltag notwendigen Waren wie Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse und Haushaltswaren. Ich kaufe mir etwas griechischen Honig und führe dann meinen Rundgang fort.

Als nächstes laufe ich zum römischen Forum (der antike Marktplatz). Es wurde mitten in einem Wohnviertel unterhalb der Straße ausgegraben und ist von außen sehr gut zu besichtigen. Ich erkenne das Odéon (Theater) und eine unterirdische Einkaufspassage, wie wir sie auch aus unseren modernen Einkaufszentren kennen.

Die Kirche Panagía Chalkéon in Thessaloniki
... und die frühchristlichen Kirchen bekannt

... und die frühchristlichen Kirchen bekannt
Nicht weit vom römischen Forum findet sich die Ágios Dimítrios, die wichtigste Kirche der Stadt. Auch sie besichtige ich ausführlicher. Thessaloniki, das 315 v.Chr. gegründet wurde, war eines der ersten Zentren des Christentums. Unter anderem von hier aus verbreitete sich die neue Religion über ganz Europa. Daher wurden die frühchristlichen und byzantinischen Kirchen 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Von der Ágios Dimítrios aus laufe ich den teilweise beschwerlichen Weg hinauf zum Kástro. Durch das Paleológos-Tor laufe ich zur Eptapýrgio, dem höchsten Punkt der Oberstadt. Durch das Ánna Paleológina-Tor gehe ich wieder in die Altstadt zurück. Auf dem Weg nach unten habe ich eine wunderbare Aussicht auf ganz Thessaloniki.

Entlang der byzantische Stadtmauer laufe ich nun zur Rotónda. Einst von den Römern erbaut diente sie zwischenzeitlich als Moschee, Kirche und Museum. Neben ihr steht noch ein Minarett - das einzige in Thessaloniki erhalte.

Die römische Rotónda
Die römische Rotónda markiert den Stadtmittelpunkt

Die römische Rotónda markiert den Stadtmittelpunkt
Die Rotónda markiert ebenfalls den Beginn einer Art Einkaufsstraße mit vielen Cafés und Restaurants. Ich stärke mich ein wenig und begebe mich dann - an den Überresten des römischen Kaiserpalastes vorbei - zum Weißen Turm. Er ist eine Art Wahrzeichen der Stadt. Das Museum im Weißen Turm soll recht gut sein, doch leider ist es wegen einer Restaurierung noch bis Mitte 2007 geschlossen.

Also laufe ich weiter zum Archäologischen Museum. Der Eintritt kostet 6 Euro. Es birgt Funde aus ganz Makedonien, die das Leben hier von der Prähistorie an darlegen sollen. Besonders gut gefällt mit persönlich die Gold- und Schmuckausstellung.

Der Hotelpool am Strand
Am Hotelpool lasse ich den Abend ausklingen

Am Hotelpool lasse ich den Abend ausklingen
Auf der Rückfahrt habe ich einen großen Vorteil: ich muss zur Haltestelle "Ikea". Man sollte nicht vergessen, dass in Griechenland das griechische Alphabet verwendet wird - und "Ikea" ist eines der wenigen Wörter, dass ich auch in griechisch lesen kann. Ansonsten hatte ich nämlich schon Probleme Straßennamen oder Bushaltestellen zu transkribieren.

Zurück im Hotel ziehe ich noch einmal die Badehose an und lege mich an den Pool. Der Pool ist sauber und schön gestaltet. Es wird nette Entspannungsmusik gespielt. Die Preise an der Poolbar sind allerdings üppig. Für ein Kugel Eis zahle ich 2,50 Euro. Ein Bier oder eine Cola kosten 3 Euro.


Dienstag, 5.6.: Abreise

Heute muss ich erst gegen 17 Uhr am Flughafen sein. Deshalb hatte ich eigentlich geplant, den Tag am Strand zu verbringen. Als ich morgens das erste mal aufwache, regnet es allerdings stark. Also schlafe ich etwas länger (Frühstück im Hotel gibt es bis 10:30 Uhr).

Zum Mittagessen gönne ich mir noch einmal ein Bifteki
Am letzten Tag genieße ich noch einmal die griechische Küche

Am letzten Tag genieße ich noch einmal die griechische Küche
Bis 12 Uhr muss ich ausgecheckt haben. In einer kleinen Regenpause laufe ich die Strandpromenade vom Hotel aus links entlang. Hier gibt es aber im Gegensatz zu der anderen Richtung nichts Interessantes zu sehen. Also laufe ich wieder rechts herum, wo ich mich die anderen Tage auch schon aufgehalten habe. Gemütlich esse ich griechisches Bifteki mit Reis und Kartoffeln. Mit dem Taxi fahre ich für 12 Euro zurück zum Flughafen.

Bis wir unsere Reiseflughöhe erreicht haben, müssen wir durch die Unwetterwolken über Griechenland fliegen. Dabei haben wir Turbulenzen wie ich sie zuvor noch nicht erlebt hatte. Leicht unangenehm, aber nicht wirklich schlimm.

Fazit:

Thessaloniki gehört sicherlich nicht zu den sehenswertesten Städten Europas. Für einen Kurzurlaub mit einer Kombination aus Strand, gutem Essen und etwas Sightseeing lohnt sich ein Besuch aber auf jeden Fall.

Für einen solchen Kurztrip ist das Hotel Galaxias die perfekte Wahl. Es liegt direkt am Sandstrand, nicht weit vom Flughafen und von der Innenstadt entfernt. Ich würde es jederzeit einem Hotel in der nicht besonders sauberen Stadt vorziehen, zumal sich in Laufweite des Hotels zahlreiche schöne Restaurants und Bars befinden.

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Links:

easyJet
Hotel Galaxias Beach - mein 4-Sterne-Hotel in Agia Triada
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