Transarabien mit der AIDAcara

Datum:
9. bis 22. Dezember 2006
Dauer:
14 Tage
Schiff:
Kabine:
4248 (C-Innenkabine, 2 Betten)
Karte:
Reisekarte
Route:
TagLandStadtAnkunftAbfahrt
Samstag
Flagge von Ägypten
Ägypten
Sharm el-Sheik-22:00
Sonntag
Flagge von Ägypten
Ägypten
Safaga07:0024:00
MontagSeetag--
DienstagSeetag--
MittwochSeetag--
DonnerstagSeetag--
FreitagSeetag--
Samstag
Flagge von Oman
Oman
Muscat13:00-
Sonntag
Flagge von Oman
Oman
Muscat-20:00
Montag
Flagge von Ver. Arab. Emirate
Ver. Arab. Emirate
Fujairah08:0017:00
Dienstag
Flagge von Ver. Arab. Emirate
Ver. Arab. Emirate
Abu Dhabi10:0022:00
Mittwoch
Flagge von Bahrain
Bahrain
Manama10:0016:00
Donnerstag
Flagge von Ver. Arab. Emirate
Ver. Arab. Emirate
Dubai08:00-
Freitag
Flagge von Ver. Arab. Emirate
Ver. Arab. Emirate
Dubai--
zu den Fotos

Reisebericht

Blick auf die Skyline von Abu Dhabi
Skyline von Abu Dhabi

Während es in Deutschland bitter kalt ist, fährt das Clubschiff AIDAcara im Winter 2006/2007 das erste Mal seine neue Route in den warmen Gewässern des Mittleren Ostens.

Ziele wie Oman, die Heimat von Sindbad dem Seefahrer, oder Bahrain, das von einem einzelnen Scheich regiert wird, versprechen dabei eine Atmosphäre wie aus 1001 Nacht. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird Fujairah sowie die Hauptstadt des Landes, Abu Dhabi, angesteuert. Und nicht zu vergessen das Highlight dieser Route - die Stadt der Superlative höchst persönlich: Dubai

Die AIDAcara im Hafen von Sharm el Sheik
Die AIDAcara im Hafen von Sharm el Sheik

Als wenn das nicht schon genug wäre, setzt die Transarabien-Tour noch einen drauf: die AIDAcara startet in Ägypten und durchfährt an fünf erholsamen Seetagen in Folge das Rote und das Arabische Meer. Da diese Tour natürlich eine absolute Traumreise ist und zudem mit einem Preis von 1.450 Euro inklusive Flügen (C-Innenkabine) sehr günstig ist, war sie schon wenige Tage nach Erscheinen des Winterkataloges ausgebucht.

Doch dann erhalten wir die Email eines Reisebüros in der Nähe von Hannover. Dort wird uns aus einem Gruppenkontingent eine noch freie Kabine für die Transarabien-Tour angeboten. Da schlagen wir natürlich zu!

Samstag, 9.12.: Ankunft in Sharm El Sheik, Ägypten

Leider haben wir nur Flüge ab München bekommen, obwohl wir lieber von Düsseldorf aus geflogen wären. Laut unserem Reisebüro hat AIDA Cruises sich sehr schwer getan, hieran etwas zu ändern. Also haben wir aus der Not eine Tugend gemacht, sind schon einen Tag eher nach München geflogen und haben im Hotel übernachtet. Dadurch sind wir auch verhältnismäßig fit, obwohl wir bereits um 5 Uhr morgens für unseren LTU-Flug nach Sharm el Sheik einchecken müssen.

Unser Hinflug führt uns über den Suezkanal
Unser Flug führt uns über den Suezkanal

Erst hier sagt man uns, dass unser Flug über Berlin, wo wir das Flugzeug auch verlassen müssen, nach Ägypten verläuft. Der Pilot entschuldigt sich für diesen zeitaufwändigen Umweg, sagt aber, dass diese Flugroute von AIDA Cruises so gewählt wurde.

Gegen 14 Uhr landen wir dann endlich in Sharm el Sheik. Hier ist dann wieder alles perfekt organisiert. Wir bekommen einen Stempel und zwei Formulare. Entgegen den Angaben in unseren Reiseunterlagen brauchen wir keine zusätzlichen Visumgebühren zu bezahlen.

Ein Bus bringt uns zum Hafen und dort steht sie vor uns, das Clubschiff AIDAcara. Die Cara, auf der ich bisher noch nicht mitgefahren bin, war das erste der AIDA-Clubschiffe und ist inzwischen über 10 Jahre alt. In letzter Zeit muss sie allerdings noch einmal überholt worden sein, denn meiner persönlichen Meinung nach sieht man ihr dieses Alter nur bedingt an. Auch sonst braucht sich das kleinste der AIDA-Schiffe hinter ihren moderneren Schwestern nicht zu verstecken.

und war das erste der AIDA-Clubschiffe
Die sternförmige AIDA-Bar ist das Markenzeichen der Clubschiffe

In unserer Innenkabine 4248 angekommen stellen wir erst einmal fest, das unsere Betten getrennt stehen und auch nicht verschoben werden können. Trotzdem haben wir jede Nacht in einem Bett geschlafen, was allerdings schon etwas eng ist - dafür aber sehr kuschelig!

Nach dem Abendessen (Thema "Kreolische Versuchung") findet die Seenotrettungsübung statt. Im Anschluss daran trinken wir den ein oder anderen Cocktail und feiern unseren ersten Urlaubsabend ausgiebig.

Hotelstrand in Safaga
In Safaga relaxen wir an einem schönen Sandstrand

Sonntag, 10.12.: Safaga, Ägypten

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt haben, gehen wir an Land. Wir suchen uns ein Taxi und geben dem Taxifahrer 10 Euro (er nimmt auch wirklich Euro-Scheine entgegen). Wir sagen ihm, dass wir zum Strand möchten. Er bringt uns an eine recht ungemütliche Ecke zwischen zwei Hotels. Er denkt wohl, dass wir es hier nicht gut finden und wieder zurück möchten. Doch wir laufen einfach in ein Hotelgelände und finden dort einen sehr schönen Strand vor.

Als wir zum Schnorcheln ins Wasser gehen bemerken wir, dass wir einen wahren Glückstreffer gelandet haben, denn hier befindet sich, sobald man nur wenige Meter ins Wasser läuft, ein Korrallenfeld mit unzähligen bunten Fischen. Kaum zu glauben, dass so etwas so nah am Strand gelegen ist.

Unterwasserwelt beim Schnorcheln im Roten Meer vor Safaga
Direkt am Strand kann man wunderbar Schnorcheln

Wir schnorcheln, sonnen uns und ich mache einige Unterwasserfotos mit meiner eigentlich spartanischen - aber für mich ausreichenden - Ausrüstung (Canon Ixus 430 und Aquapac).

Zur Rückfahrt halten wir ein Sammeltaxi an und zahlen 5 Euro für die Fahrt bis zum Hafen. Nach dem philippinischen Abendessen im Marktrestraurant findet heute wieder eine Poolparty statt. Obwohl viel geboten wird (u.a. tritt die sehr gute Bauchtänzerin Tatjana Perez auf) sind die Poolpartys auf dieser Reise im Schnitt eher schlecht besucht, was wohl nicht zuletzt an den meist älteren Passagieren liegt.

Es folgen fünf wundervolle Tage auf See
Es folgen fünf Tage auf See

Montag, 11.12.: 1. Seetag

Heute ist der erste von fünf Seetagen. Nach dem Frühstück schauen wir uns im Theater einen Vortrag der Scouts über unseren nächsten Hafen Muscat an.

Unsere Befürchtung, dass es schwer wird an den Seetagen eine Liege zu ergattern, bewahrheitet sich nicht. Heute finden wir sofort zwei freie Liegen auf dem Pooldeck. Es scheint so, als würden die Maßnahmen der Clubleitung gegen die Liegenreservierer Erfolg haben: sobald man eine Liegenreservierung beobachtet, kann man diese einem Crewmitglied melden. Dieses bringt dann einen Zettel mit der aktuellen Uhrzeit an der Liege an. Wenn dieser nach 15 Minuten nicht entfernt wurde, wird die Liege frei geräumt.

Im "Rossini Blu"-Restaurant genießen wir ein 7-Gänge-Menü
Im "Rossini Blu"-Restaurant genießen wir ein 7-Gänge-Menü

Wir sonnen uns ausgiebig und genießen das leckere Essen vom Poolbrunch-Buffet, das an allen fünf Seetagen aufgebaut wird. Gegen 16 Uhr gehen wir zum Sport. Das Fitnessstudio der AIDAcara scheint offensichtlich eine neue Ausstattung bekommen zu haben. Fast alle Kraftgeräte sind neu. Vor allem gibt es hier zahlreiche Hanteln, die ich auf den anderen Schiffen bisher immer sehr vermisst hatte.

Heute Abend haben wir uns einen Tisch im Á-la-Carte-Restaurant "Rossini Blu" reserviert. Als Besonderheit gibt es dort ein 7-Gänge-Menü mit orientalischen Gewürzen und eine Lesung der Lektorin Dorine Ali-Khan aus 1001 Nacht. Das Essen kostet einen verhältnismäßig kleinen Aufpreis von 24,50 Euro, ist dafür aber von allerhöchster Qualität. Man präsentiert uns Gerichte wie "Bisque von iranischem Safran" und im Hauptgang "Lammrücken in der Pinienkruste auf leichtem Harissa-Pilaw". Besonders der Lammrücken sucht seinesgleichen - ein einmaliges Geschmackserlebnis!

Poolbrunch auf der AIDAcara
Das Angebot beim Poolbrunch ist üppig

Dienstag, 12.12.: 2. Seetag

Auch heute verbringen wir einen gemütlichen Seetag in der Sonne. Wir ziehen es allerdings vor, nicht mehr auf dem lauten Pooldeck zu liegen, sondern legen uns auf das Sonnendeck ganz vorne vom Schiff. Dort ist es angenehm windig und nicht so turbulent.

Nach dem Sport essen wir im Calypso Restaurant. Das Thema dort ist "Mexikanisch - Hot & Spicy". Das trifft voll unseren Geschmack. Selten habe ich so lecker auf der AIDA gegessen. Es gibt Chili con Carne, Tacos mit zahlreichen Dips, Chilikaninchen und mit Kokos saunierte Ananas. Einfach genial!

Nach einem Cocktail von der AIDA Bar schauen wir uns heute Abend den Zauberer Marco Brüser an, der während dieser Reise des Öfteren auftritt. Seine Show "Zauberhafte Comedy" ist überraschend lustig und auf jeden Fall sehenswert.

Mittwoch, 13.12.: 3. Seetag

Heute stehen wir früh auf und schauen uns vom Außenbereich auf Deck 6 aus den Sonnenaufgang an. Ein wirklich wunderschöner und romantischer Moment, als die Sonne langsam über dem in Rottönen gefärbten Meer erscheint.

Das Wetter lässt keine Wünsche offen
Das Wetter ist perfekt

Nach dem Frühstück setzen wir uns in den Außenbereich des Calypso-Restaurants, während wir die Meeresenge Bab-el-Mandeb zwischen Yemen und Djibuti durchfahren.

Anschließend schauen wir uns einen Vortrag über die Ausflüge in Abu Dhabi an. Dort bekommen wir die Mitteilung, dass wir für alle folgenden Häfen außer Dubai ein Shuttlebus-Ticket kaufen müssen. Ohne Shuttlebus dürfen wir das Hafengelände nicht verlassen. Dafür bringt uns der Bus aber auch an zentrale Stellen in den jeweiligen Städten. Eine Hin- und Rückfahrt soll 8 Euro kosten.

Sonnenuntergang achtern (hinten auf dem Schiff)
Sonnenuntergang achtern

Wir kaufen uns die Tickets und ärgern uns etwas, das dieser Service nicht mehr im normalen Reisepreis inkludiert ist, wie wir das von vergangenen AIDA-Reisen her kennen.

Den Rest des Tages verbringen wir in der Sonne, denn auch heute - genauso wie an allen anderen Seetagen - ist einfach perfektes Wetter. Dabei sehen wir zahlreiche Delfine und sogar einen Wal!

Nach dem Essen (heute indisch) setzen wir uns in die Lambada Bar, in der das Trio Marvelous Case spielt, deren Musik uns für einen gemütlichen Urlaubsabend auf dem Roten Meer genau passend erscheint. Wie schon tagsüber werden wir dabei übrigens von einem Filmteam der Fernsehsendung "Wolkenlos" gefilmt, das an Bord ist um einen Bericht über diese Transarabienreise zu produzieren.

Donnerstag, 14.12.: 4. Seetag

Nach Montagnacht wird auch diese Nacht die Uhr wieder um eine Stunde vorgestellt. Dadurch schaffen wir es heute erst zum Spätaufsteher-Frühstück ins Restaurant.

Uns gefallen besonders die Auftritte von "Mavelous Case" in der Lambada Bar
Die Gruppe "Marvelous Case" tritt regelmäßig in der Lambada Bar auf

Anschließend bummeln wir durch den AIDA-Shop und besuchen einen Vortrag der Lektorin Dorine Ali-Khan. Sie ist begeisterte Arabien-Reisende und erzählt Interessantes über die arabische Kultur und Geschichte sowie die Häfen, die wir anlaufen werden.

Nachdem wir uns ausgiebig gesonnt haben, gehen wir zum Sport, damit wir Abends auch mit gutem Gewissen beim Essen zuschlagen können. Das machen wir dann auch - und zwar zuerst im Calypso-Restaurant (thailändischer Abend) und danach im Markt-Restaurant ("Tour de France").

Im Theater schauen wir uns das "Merlion Quartett" an, die mit vier elektronischen Streichinstrumenten auftreten.

Freitag, 15.12.: 5. Seetag

Heute hören wir uns den zweiten Vortrag von Dorine Ali-Khan an. Diesmal erzählt sie von der Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate, in denen bis 1962 - vor den Erdölfunden - nur wenige Menschen lebten, die ihr Geld hauptsächlich mit der Perlenfischerei verdienten.

Auch heute sonnen wir uns noch einmal und gehen zum Sport. Das Thema im Calypso-Restaurant lautet "Karibisches Markttreiben". In der Lambada Bar schauen wir uns wieder einmal "Marvelous Case" an und spielen dabei eine Runde Halma, das man sich wie viele andere Spiele auch in der AIDA Bar ausleihen kann.

Samstag, 16.12.: Muscat, Oman

Nach dem Frühstück genießen wir noch etwas die Sonne, bis es gegen 10 Uhr heißt: Land in Sicht!

Wir erreichen den Hafen von Muscat
Muscat liegt vor einer wunderschönen Bergkulisse

Nach fünf Tagen auf See erreichen wir den malerischen Hafen von Muscat, der Hauptstadt des Oman. Vor dem Verlassen des Schiffes bekommen wir einen Einreiseausweis, den wir gut sichtbar bei uns tragen müssen. Ein Shuttlebus bringt uns nach einiger Wartezeit vom Hafengelände und wir laufen die Corniche, wie die Küstenpromenade hier genannt wird, entlang.

Der nah gelegene Fischmarkt hat leider schon geschlossen. Also laufen wir weiter bis zur Altstadt. Wir kommen am Tormuseum vorbei und erreichen schließlich den Palast des Sultans Qaboos bin Said bin Taimur Al Said. Dieser regiert als alleiniger Herrscher das gesamte Land. Bei seinem Volk ist er beliebt, da er großzügig ist und durch seine liberale Politik dem Oman einen hohen Lebensstandard beschert hat.

Der Palast von Sultan Qaboos bin Said bin Taimur Al Said
Sultan Qaboos beherrscht von seinem Palast aus das Land

Sein Palast ist mit viel Gold verziert und sieht aus wie aus einem Märchen aus 1001 Nacht. Im Gegensatz zu den Palästen in den anderen Ländern, die wir auf dieser Reise noch besuchen werden, kommen wir an den Palast von Sultan Qaboos relativ nah heran und dürfen auch Fotos schießen.

Vorbei an malerischen Moscheen laufen wir zurück zur Corniche, während langsam die Sonne untergeht. Erst jetzt sehen wir wie traumhaft es hier ist. Alles erstrahlt in wunderbaren Farben - wie in einem orientalischen Traum.

Die Corniche von Muscat im Oman in den Abendstunden
Gegen Abend wirkt die Corniche als wäre sie aus 1001 Nacht

Sehr positiv ist, dass wir im Oman über Nacht im Hafen liegen. Um die Mittagszeit herum, also der Zeit in der wir in allen andern Häfen außer Dubai Landgang haben, ist in den arabischen Städten üblicherweise nicht viel los. Fast alle Geschäfte haben geschlossen und die Einheimischen sind in ihren Häusern. Erst gegen Abend kommen sie heraus.

So ist das belebte Muscat am Abend etwas ganz anderes, als das menschenleere Muscat, das wir heute Mittag gesehen hatten. Die Menschen, hauptsächlich die Männer, kommen aus ihren Häusern und setzen sich an den Straßenrand - vornehmlich auf Mauern - und diskutieren. Zu uns sind die Omanis sehr freundlich und wir werden sogar mehrfach gefragt, ob wir uns nicht mit ihnen zusammen fotografieren wollen.

Im Old Muttrah Souk in Muscat im Oman
Der geschäftige Old Muttrah Souk

Direkt an der Corniche liegt unübersehbar der Eingang des "Old Muttrah Souk". Auf diesem typisch arabischen Souk gibt es eigentlich alles. Wir stöbern in mehreren Schmuck- und Gewürzläden und kaufen uns schließlich etwas Weihrauch. Ein Gang durch den kompletten Souk lohnt sich auf jeden Fall, denn dahinter findet man sich mitten im lebendigen Herzen der Stadt wieder. Hier laufen wir durch einige Gassen und bekommen den typischen arabischen Trubel mit.

Zurück auf der AIDA genießen wir unser Essen auf dem Außendeck des Calypso-Restaurants. Anschließend gehen wir mit zahlreichen Eindrücken schlafen.

Die Grand Mosque in Muscat
Am zweiten Tag in Muscat besichtigen die Große Moschee

Sonntag, 17.12.: Muscat, Oman

Nach dem Frühstück bringt uns der AIDA-Shuttlebus vom Hafengelände. An der Haltestelle stehen einige Taxis und wir lassen uns für 15 $ zur Großen Moschee bringen. Diese wurde 2001 eröffnet und fasst die unglaubliche Zahl von 15.000 Gläubigen. Samstags bis Mittwochs kann sie bis 11 Uhr auch von Nicht-Muslimen besichtigt werden. Die Bedingungen dafür sind allerdings streng. So muss bei Frauen das Haar und der Hals komplett von einem Tuch bedeckt sein. Nach vielem Hin und Her und mehrmaligen Zurückschicken finden wir endlich ein Tuch, das groß genug ist und genügend bedeckt: das AIDA-Poolhandtuch!

Traumhafter und menschenleerer Strand in Muscat
... und sonnen uns am Traumstrand von Qurum

Wir besichtigen die Moschee von außen und innen. Der Gebetsraum wird von einem riesigen, 14 Meter hohen Kronleuchter aus Swarovski-Kristallen erhellt, der einen Gegenpunkt zum persischen Teppich bilden soll, der mit sage und schreibe 1,7 Milliarden Knoten geknüpft wurde.

Anschließend lassen wir uns von unserem Taxi-Fahrer zum Qurum Beach bringen. Wir finden einen menschenleeren Traumstrand vor, wie er in der Karibik nicht schöner sein könnte. Nach dem wir uns ausgiebig gesonnt haben und zum ersten Mal im Indischen Ozean geschwommen sind, laufen wir zurück zur Straße und rufen ein Taxi, das uns für 10 $ zurück zum Hafen fährt.

Auf der AIDA essen wir im Marktrestaurant zu Abend. Mit einer Träne im Auge schauen wir um 20 Uhr Arm-in-Arm vom obersten Deck aus zu, wie die Leinen losgemacht werden und wir den Hafen von Muscat verlassen. Dabei wird endlich auch wieder das Lied "Orinoco Flow" von Enya gespielt, das eineinhalb Jahre lang durch eine andere Auslaufmelodie ersetzt worden war. Doch Enya hat einfach mehr Stimmung und der Moment des Auslaufens wird zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns.

Kaffeepot in Fujairah
Der Coffeepot-Roundabout - im Hintergrund die Fujairah-Moschee

Montag, 18.12.: Fujairah, Vereinigte Arabische Emirate

Auch Fujairah möchten wir - wie alle anderen Häfen dieser Reise - auf eigene Faust erkunden. Dazu haben wir ein Ticket für den Shuttlebus gebucht, der uns bis in die Innstadt bringen soll. Leider funktioniert die Organisation der Busse aber mehr als schlecht. Über eine Stunde müssen wir in der Sonne auf die nächste Fahrtmöglichkeit warten. Dies erzeugt viel Unmut bei den zumeist älteren Gästen. Nach einigen Beschwerden bei der Clubleitung, entschuldigt sich diese bei den Gästen und das Geld für die schlecht organisierten Shuttlebusverbindungen wird uns erstattet.

Mit organisatorischen Pannen muss man wohl rechnen, da AIDA unsere Arabien-Route in dieser Woche zum ersten Mal fährt. Dazu passt auch, dass bisher noch keine ausreichende Planung für die Biking-Ausflüge durchgeführt wurde und deshalb in keinem Hafen ein Biking-Ausflug angeboten wird.

Fischmarkt in Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Wir besuchen den Fischmarkt

Der Shuttlebus bringt uns zu einem kleinen Einkaufszentrum. Von dort fahren wir mit einem Taxi zum "Central Market". Hier befindet sich ein Souk auf dem Obst, Fisch und allerlei andere Lebensmittel angeboten werden. Ein interessantes Erlebnis, denn außer uns findet man hier keinen einzigen Touristen. Die Araber sind durchweg freundlich und wir dürfen hier und da auch mal etwas probieren.

Wir laufen die Abdullah Road weiter. In Fujairah wurde im Gegensatz zu den meisten anderen Emiraten kein Öl entdeckt. Das sieht man deutlich. So findet man hier statt gepflasterten Bürgersteigen lediglich sandige Stolperstrecken. Trotzdem denken wir, dass wir das meiste von dieser Stadt "erleben" indem wir einfach etwas umher laufen. Und so ist es auch. Wir laufen an vielen ärmlichen Häusern vorbei. Aber auch prunkvolle Villen gibt es, diese sind jedoch von einer hohen Mauer umgeben, die mit Stacheldraht abgesichert ist. Auch vom Palast des Sultans sieht man nicht viel.

Das Fujairah-Fort
Das Fujairah-Fort

Wir laufen bis zum Fujairah-Museum. Der Eintritt kostet 3 Rial. Wir können aber auch mit einem Dollar pro Person bezahlen. Das recht kleine Museum zeigt archäologische Funde aus der Umgebung und versucht den Alltag der Nomaden zu demonstrieren, die hier früher einmal lebten. In direkter Nähe zum Museum findet sich die 300 Jahre alte Festung von Fujairah, die man leider nur von außen begutachten kann.

Heute sind wir wirklich sehr viel zu Fuß gelaufen. Trotzdem schaffen wir es ohne Probleme noch bis zum Haltepunkt des Shuttlebusses zurück zu laufen und fahren vor dort aus zurück zur AIDA.

Nach dem Abendessen (Thema heute: "Mediterrane Vielfalt") trinken wir einen Cocktail und schauen uns die Zauberkünste von "Marco Achmed Al Brüser" im Theater an.

Dienstag, 19.12.: Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate

Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an und lassen uns Zeit, bis wir von Bord gehen. Leider müssen wir erneut 45 Minuten auf den Shuttlebus warten. Dafür setzt uns dieser an einer optimalen Position in Abu Dhabi ab und zwar an der "Marina Mall", einem riesigen Einkaufszentrum.

Straßenszene in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emiraten
Abu Dhabi ist die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate

Hier finden sich unzählige Geschäfte. Selbst Ikea hat hier eine Filiale. Wir schlendern ein wenig durch das Einkaufszentrum und laufen dann zum nahe gelegenen "Heritage Village". Das Heritage Village ist ein Museumsdorf, welches das arabische Leben vor der Entdeckung des Erdöls zeigt. Es kostet keinen Eintritt und präsentiert sich recht gut. Von hier aus hat man auch eine einmalige Aussicht auf die imposante Skyline von Abu Dhabi.

Taxifahren ist in den meisten arabischen Städten extrem billig. Eine Fahrt kostet teilweise nur wenige Cent! Als Tourist muss man vorher allerdings einen Festpreis aushandeln, der üblicherweise weit über dem Normalpreis liegt. Unser Taxifahrer, der uns zum Stadtmittelpunkt, dem Clock Tower, bringen soll, macht es sehr geschickt: er sagt, wir sollen ihm einfach so viel geben wie wir möchten. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass taxifahren hier so günstig ist, geben wir ihm 10 $, also ungefähr das 8-fache des normalen Preises. Trotzdem finden wir sein ungewöhnliches Vorgehen immer noch freundlicher als das für uns Europäer teilweise recht anstrengende Verhandeln um den Fahrtpreis.

Riesige Hochhäuser in Abu Dhabi
Wir erkunden die Stadt hauptsächlich zu Fuß

Den Rest der Stadt erkunden wir mal wieder zu Fuß, indem wir etwas umher laufen und uns von den unzähligen Hochhäusern beeindrucken lassen. Eine solche Großstadt habe ich zuvor noch nicht gesehen. Fast kein Gebäude der Stadt ist älter als 30 Jahre. Unfassbar, was die Ölscheichs sich hier mit unserem Geld, das wir regelmäßig an der Tankstelle abgeben müssen, alles gebaut haben.

Zum Abschluss fahren wir mit einem Taxi zum "Emirates Palace Hotel", das am Ende der prunkvollen Corniche gelegen ist. Das Emirates Palace gilt als das von den Ausmaßen her größte und als eines der luxuriösesten Hotels der Welt. Es wurde erbaut, um im Dezember 2004 ein Treffen der Scheichs aller Emirate in würdigem Ambiente abhalten zu können.

Als Abschluss besuchen wir das luxuriöse Emirates Palace Hotel
Der Triumphbogen, der die Gäste des "Emirates Palace Hotel" empfängt, hat eine Höhe von 40 Metern

Wir steigen aus dem Taxi aus und umgehend hält man uns die Tür auf. Wir schreiten ohne zu Zögern in die Hotelhalle und erleben ein wahres Wunder. So etwas haben wir beide noch nicht gesehen. Hier wurde an nichts gespart. So hat die große Atrium-Kuppel beispielsweise einen Durchmesser von 42 Metern und ihre Oberfläche ist mit Silber- und Goldmosaiken verziert.

Schwer beeindruckt laufen wir zurück zur nahen Marina Mall. Dort essen wir bei Burger King einen Whopper - auf den haben wir nach 10 Tagen bestem AIDA-Essen nun auch mal wieder Lust. Und als wenn man uns erhört hätte, gibt es heute im Markt-Restaurant beim "Route 66"-Buffet ebenfalls leckere Hamburger und Hot-Dogs.

Die angekündigte Poolparty wegen starkem Seegang auf morgen verschoben, was uns aber nicht wirklich stört.

Das Bahrain-Fort ist unglaubliche 4.300 Jahre alt
Das antike Fort Qal'at al-Bahrain

Mittwoch, 20.12.: Manama, Bahrain

Heute legt die AIDAcara auf Grund des Seegangs etwas später in Mina Sulman an. "Mina Sulman" ist der Hafen von Manama, der Hauptstadt von Bahrain. Obwohl es heute etwas kälter ist, können wir gut auf dem Außendeck des Calypso-Restaurants frühstücken. Der Shuttlebus bringt uns zum Bab Al Bahrain, dem Bahrain-Tor.

Von dort fahren wir mit einem Taxi zum Bahrain-Fort. Fast alle Städte, die wir besucht haben, bieten ein Fort zum Besichtigen an. Doch im Gegensatz zu den anderen Forts ist dieses mehr als 4.300 Jahre alt und steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Einst war es der Mittelpunkt von Dilmun, das in der sumerischen Mythologie der sagenhafte Ort des ewigen Lebens war.

Typisch arabischer Souk in Manama in Bahrain
Hinter dem Bahrain-Tor befindet sich ein arabischer Souk

Wir besichtigen das gut restaurierte Fort und fahren im Anschluss mit dem Taxi zurück nach Manama. Dort laufen wir durch das Bahrain-Tor und landen mitten in einem arabischen Souk. Wir "erhandeln" eine Handtasche und einen Ledergürtel.

Da wir heute um 16 Uhr auslaufen werden, verlassen wir schon früh die Stadt und fahren zurück zum Schiff. Zum Abendessen gibt es leckere Pasta.

Premiere: Als erstes Kreuzfahrtschiff überhautpt läuft die AIDAcara Dubai als Basishafen an
In Dubai werden wir mit einem kleinen Fest empfangen

Freitag, 21.12.: Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Heute erreichen wir um 8 Uhr Dubai. Beim Einlaufen in den Hafen werden wir von Feuerwehrboten begleitet, die Wasserfontänen in die Luft schießen. Die AIDAcara ist nämlich das erste Kreuzfahrtschiff überhaupt, das Dubai als Basishafen gewählt hat. Doch damit nicht genug, denn heute legt die Cara nach der langen Transarabien-Überfahrt zum ersten Mal in Dubai an.

Am erst kürzlich erbauten Kreuzfahrtterminal von Dubai werden wir mit einem kleinen Fest empfangen. Man tanzt und singt für uns nach arabischen Traditionen. Auch offizielle Gäste, wie Michael Tamm, der Präsident von AIDA Cruises, sind anwesend.

Blick über den Dubai Creek
Der "Dubai Creek" ist ein Meeresarm, der die Stadt in zwei Teile teilt

Nachdem wir das Terminal verlassen haben, bringt uns ein Shuttlebus vom Hafengelände vor das Heritage Village von Dubai. Dort steigen wir in einen doppelstöckigen Sightseeing-Bus um. Wir zahlen zwar auch "nur" 40 $, doch eigentlich ist das Ticket im Bus noch teurer, deshalb sollte man am Besten vorab im Internet ein Ticket kaufen.

Wir fahren mit unserem Sightseeing-Bus, den man an beliebigen Stationen verlassen kann um dann später wieder einzusteigen, den Dubai Creek entlang. Am Einkaufszentrum "Wafi City" verlassen wir den Bus, schauen uns etwas um und steigen dann in den nächsten Bus wieder ein. Diesmal in einen Bus der blauen Linie, der eine andere Strecke als der letzte Bus fährt. Die blaue Linie fährt unter anderem zum Burj al Arab.

Burj al Arab - es gilt als das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt
Das Burj al Arab, es gilt als das luxuriöseste Hotel der Welt

Das Burj al Arab, das wohl luxuriöseste und teuerste Hotel der Welt, ist das Wahrzeichen von Dubai. Es hat eine segelartige Architektur und ist mit 321 Metern das höchste Hotelgebäude der Welt.

Am Burj al Arab steigen wir aus. Einlass erhält man allerdings nur, wenn man einen Tisch in einem der Restaurants reserviert hat - und das haben wir im Vorfeld per Email gemacht.

Hotelhalle des Burj al Arab in Dubai
Die Hotelhalle des Burj beeindruckt uns

So dürfen wir die gut bewachte Pforte passieren und werden mit einem Buggy bis vor den Eingang gefahren. Freundlichst werden wir empfangen und schauen uns in dem prunkvollen Hotel um. Mit dem Fahrstuhl fahren wir in die oberste Etage und genießen die einmalige Aussicht. Auch in einer der Zwischenetagen, die jeweils eine eigene Rezeption haben, halten wir an. Die Räume dürfen wir uns allerdings nicht weiter anschauen.

In den Restaurants ist das Fotografieren leider verboten, deshalb muss ich versuchen mit Worten zu beschreiben, was uns hier zur "Tea Time" geboten wird. Vorab bekommen wir einen Glühwein - nebenbei bemerkt der beste den ich jemals verkostet habe. Anschließend einen Kaffee und kleine Sandwichs und Kuchen, die ähnlich einer Hochzeitstorte auf einem mehrstöckigen Tablett präsentiert werden. Zum krönenden Abschluss erhalten wir einige hervorragend schmeckende Pralinen, von denen eine sogar mit einem Stück Blattgold garniert ist.

Das Bauprojekt "The Palm"
Aus der obersten Etage blicken wir auf die künstliche Insel "The Palm"

Nachdem wir uns die Auslagen der exklusiven Geschäfte innerhalb des Hotels angeschaut haben, verlassen wir das Burj al Arab und fahren mit dem Taxi zurück zum Schiff.

Dort angekommen genießen wir auf dem Außendeck des Calypso-Restaurants - mit Blick auf die Skyline von Dubai - den letzten Abend dieses Traumurlaubs.

Freitag, 21.12.: Die Abreise

Heute heißt es früh aufstehen, denn schon um 8:30 Uhr startet unser Flieger zurück nach München. Im Flughafen von Dubai geben wir unsere letzten Dollar beim Duty-free-Shopping aus, bevor wir nach 6,5 Stunden Flug Deutschland erreichen.

Fazit:

Ein AIDA-Urlaub ist und bleibt für mich die angenehmste Weise zu reisen. Und nicht nur deswegen waren diese 14 Tage ein absoluter Traumurlaub.

Die Route wiederrum mit ihrer Kombination aus fünf Seetagen zur Entspannung und sechs erlebnisreichen Häfen ist perfekt. Natürlich gibt es immer etwas uninteressantere Städte wie Fujairah, und Städte, die man nie vergessen wird, wie zum Beispiel Dubai oder Muscat.

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