Zentrales Mittelmeer mit der AIDAvita

Datum:
22. bis 30. Juli 2005
Dauer:
8 Tage + 1 Anschlussnacht im Hotel
Schiff:
Kabine:
5192 (C-Innenkabine, 2 Betten)
Hotel:
Tryp Bellver , Palma de Mallorca (1 Nacht)
Karte:
Reisekarte
Route:
TagLandStadtAnkunftAbfahrt
FreitagFlagge von Spanien SpanienPalma de Mallorca-22:00
SamstagSeetag--
SonntagFlagge von Tunesien TunesienTunis08:0018:00
MontagFlagge von Malta MaltaValletta09:0019:00
DienstagFlagge von Italien ItalienCatania/Sizilien08:0018:00
MittwochFlagge von Italien ItalienNeapel09:0019:00
DonnerstagSeetag--
FreitagFlagge von Spanien SpanienPalma de Mallorca06:00-
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Reisebericht

Das Clubschiff AIDAvita im Hafen von Valletta (Malta)

Dieses Jahr entscheiden wir uns eigentlich erst relativ spät doch noch auf die AIDA zu gehen.

Wir haben Glück und bekommen eine Innenkabine zum Vario-Tarif. Der Vario-Tarif bedeutet, dass wir uns keine Kabine aussuchen können, sondern eine beliebige frei gebliebene Kabine auf dem Schiff zugeteilt bekommen. Dadurch zahlen wir einen etwas geringeren Preis.

Die Hemingway Lounge an Bord der AIDAvita

Um noch weiteres Geld zu sparen, buchen wir bei einem Reisebüro, von dem wir zuvor bei eBay einen 230-Euro-Rabatt-Gutschein gekauft hatten. Diese Gutscheine sind in der Regel für wenige Euros zu ersteigern. Außerdem organisieren wir unsere Anreise zum Basishafen in Palma de Mallorca selbst. Das ermöglicht uns schon am Montag auf meine Lieblingsinsel zu fliegen, um dann am Freitag - gut vorgebräunt - aufs Schiff zu gehen.

Die Route ist mal wieder genial: wir werden - nach einem Seetag - zuerst das orientalische Tunis, dann den Inselstaat Malta, das italienische Sizilien und die Weltstadt Neapel anfahren.

Obwohl die AIDA schon am Freitag wieder in Palma anlegt, werden wir aber erst am Samstag zurück fliegen. Dadurch haben wir die Möglichkeit - gegen einen geringen Aufpreis - noch bis abends an Bord zu bleiben. Anschließend werden wird die Nacht in unserem Hotel Tryp Bellver direkt am Hafen verbringen, um dann am nächsten Morgen gemütlich zurück zum Flughafen zu fahren.

Unsere Innenkabine 5192

Freitag, 22.7.: Wir gehen an Bord

Nachdem wir bereits um 15:15 Uhr einchecken konnten, suchen wir auf der AIDAvita als erstes unsere Kabine mit der Nummer 5192. Es ist eine Innenkabine mit Durchgangstür zur Nachbarkabine. Diese Durchgangstür ist in unserem Fall aber natürlich abgeschlossen. Ansonsten ist die Kabine wie immer sehr sauber. Einziger Nachteil: beim Anlegen wird es extrem laut und die Kabine vibriert stark.

Da unsere Koffer noch nicht da sind, machen wir nun erst einmal einen Rundgang. Ich bin ja nun zum dritten Mal auf der AIDAvita und habe in meinen anderen Reiseberichten schon reichlich über dieses einfach genial konzipierte Schiff geschrieben.

Nachdem dann auch unsere Koffer angekommen sind, machen wir uns für das Abendessen fertig. Das Thema heute lautet "Noche Espanola" - es gibt also spanisches Essen. Wir sind besonders von der Schokofontäne begeistert, unter der frisch geschnittenes Obst mit der braunen Sünde überzogen wird.

Vor allem die filippinischen Crewmitglieder an Bord versprühen unaufhörlich gute Laune

Nach dem Essen begeben wir uns zum Pooldeck und genießen bei bester Mittelmeer-Wärme die Ausfahrt der AIDA aus dem Hafen von Palma. Dabei wird das neue Lied "Sailaway" gespielt, das das alte "Orinoco Flow" beim Auslaufen aus dem Hafen ersetzt. Schade eigentlich, denn am alten Lied hingen doch so viele Erinnerungen, aber nichts ist halt für immer - und das ist auch gut so!

Anschließend genießen wir die Lasershow und feiern auf der Poolparty und in der Disco, in der zeitweise auch mal gute Musik gespielt wird, noch bis spät in die Nacht.

Einmalig: Der Sonnenaufgang über dem Mittelmeer am frühen Morgen

Samstag, 23.7.: Seetag

Wir stehen heute sehr früh auf, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Nirgendwo ist ein Sonnenaufgang so schön wie über dem Meer und von einem Schiff aus beobachtet. Alleine dafür lohnt sich die Reise schon!

Nach diesen Eindrücken machen wir Sport. Danach geht es zum Frühstück ins Calypso-Restaurant. Anschließend folgt die Seenotrettungsübung. Direkt nach Ende der Übung gehen wir zum Pooldeck, denn sonst ist es nicht immer einfach an einem Seetag eine Liege in der Sonne zu ergattern. Wie für einen Seetag üblich, findet heute eine Poolshow statt. Dabei stellt sich die Crew vor und das Show-Ensemble hat einen Auftritt. Dazu gibt es Freibier und reichlich gutes Essen vom Poolgrill, unter anderem einen überaus schmackhaften Gelbflossentunfisch - sehr zu empfehlen!

Das Rossini Blu bietet ein 7-Gänge-Menu in feinstem Ambiente

Nach einigen schönen Stunden am Pool gehe ich heute noch einmal ins Fitnessstudio auf Deck 9. Nach dem Duschen gehen wir dann gemeinsam ins Restaurant "Rossini Blu". Dort hatte ich bereits von zu hause per Internet einen Tisch reserviert (unter www.myaida.de). Im Rossini Blu gibt es ein 7-Gänge-Menu, bei dem wir aus einem von 3 Hautgängen wählen können. Wir wählen beide die "Cannelloni gefüllt mit Waldpilzen auf Selleriepüree". Das war eine gute Entscheidung, denn diese sind wirklich unglaublich schmackhaft. Im Gegensatz zu den anderen Restaurants kostet das Essen im Rossini Blu einen Aufpreis von 18 Euro, die aber - im Verhältnis zur gebotenen Leistung - mehr als gut angelegt sind.

Nach diesem ausgiebigen Essen gehen wir ins AIDA-Theater und schauen uns die Swing-Welcome-Show an. Im Anschluss genießen wir einen Drink in der gemütlichen Ocean Bar, die sich achtern (also hinten auf dem Schiff) findet.

Willkommen im Orient

Sonntag, 24.7.: La Goulette, Tunesien

Nach dem Frühstück lassen wir uns von den tunesischen Hafenangestellten, die eigens dafür an Bord gekommen sind, einen Stempel in unseren Reisepass geben und erhalten außerdem eine Landgangskarte. Somit dürfen wir nun in Tunesien einreisen und verlassen die AIDA. Unseren Ausflug hier möchten wir selbst organisieren.

Wir laufen also vorbei an den AIDA-Bussen und an den ersten Kleinbussen, die hier zu völlig überteuerten Preisen angeboten werden. Direkt vor dem Hafengelände sehen wir unzählige Taxen. Die Fahrer dieser Taxen stürmen auch gleich auf uns zu und reißen sich förmlich um uns. Wir möchten heute Karthago und Sidi Bou Saïd besichtigen. Wir zahlen 35 Euro für ein Taxi. Eventuell wäre es auch etwas günstiger möglich gewesen, aber diesen Preis finden wir okay. Doch Vorsicht: man sollte mehrmals nach dem Gesamtpreis fragen. Zuerst hieß es nämlich "15 for each", d.h. 15 Euro pro Person und Weg. Das macht dann einen Gesamtpreis von 60 Euro.

Das Künstlerdorf Sidi Bou Saïd

Als erstes fahren wir vorbei am Palast des tunesischen Präsidenten nach Sidi Bou Saïd. Dies ist ein Dorf, das von andalusischen Einwanderern erbaut wurde. Die kubischen Häuser hier strahlen ausschließlich in den Farben Weiß und Hellblau. Ein - im wahrsten Sinne des Wortes - malerischer Ort, denn er ist vor allem durch die Aquarelle von August Macke bekannt geworden. Der Maler Paul Klee sagte, dieser Ort verkörpere "die Leibhaftigkeit des Märchens" und genauso wirkt es auch auf uns.

Trotzdem fehlen natürlich auch hier nicht die üblichen Souvenirläden. Doch auch die haben einen gewissen orientalischen Flair und lohnen teilweise einen Besuch. Natürlich darf dann das Handeln nicht vergessen werden.

Das antike Karthago war einst das Machtzentrum der Phönizier

Weiter geht es in das Museum von Karthago. Hier kaufen wir eine Eintrittskarte, mit der wir in dieses und in die folgenden Museen freien Eintritt bekommen. Die Karte kostet ungefähr 4 Euro und muss in tunesischen Dinar bezahlt werden. Da wir aber kein Geld umgetauscht hatten, streckt unserer Fahrer das Geld natürlich gerne vor (gegen einen geringen Aufschlag).

Wir besichtigen also die Ruinen von Karthago. Karhago, das 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründet wurde, war einst der Rivale Roms im Kampf um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Es war ein Amphitheater vorhanden, das für 50.000 Besucher ausgelegt war. Außerdem hat man einen Blick auf die Bucht, in der ehemals der Militärhafen der Stadt lag. Viel ist aber von alle dem nicht übrig geblieben, seit die Römer Karthago im Jahre 146 v. Chr. dem Erdboden gleich gemacht haben.

Diesen herrlichen Ausblick wussten schon die alten Römer zu schätzen

Wir fahren weiter zu einem ehemaligen Villenviertel aus der Zeit des römischen Karthagos. Von hier hat man eine unglaubliche Aussicht. Wir machen einige schöne Fotos.

Als drittes Museum besuchen wir die Thermen des Antonius Pius. Es waren einst die bedeutendsten Thermen Nordafrikas. Sie liegen in Richtung Meer, direkt neben dem Präsidentenpalast. Auch wenn nur noch Ruinen zu sehen sind, kann man sich ungefähr vorstellen, was hier einmal los gewesen sein muss.

Die Thermen des Antonius Pius

Nachdem unserer Fahrer uns wieder am Schiff abgesetzt hat, besteht er noch auf ein überhöhtes Trinkgeld (Vorsicht: Portmonee festhalten). Wir gehen aber einfach weiter und lassen uns auf keine Diskussion ein.

Zurück am AIDA-Pool legen wir uns auf die Liegewiese in den Schatten, denn die afrikanische Sonne ist doch etwas stark heute. Zwischendurch waschen wir noch ein paar Kleidungsstücke in der Passagierwäscherei. Das Waschen kostet gerade mal 1 Euro plus 1 Euro für den Trockner.

Die One-World-Show im Theater

Natürlich sind wir auch wieder bei der Ausfahrt aus dem Hafen an Deck. Im Anschluss geht es zum Essen. Das Thema ist heute lateinamerikanisch: "Fiesta del Ranchero". Im Theater sehen wir die Show "One World". Aber auch die Black & White-Party in der Anytime Bar, bei der nur schwarze und weiße Kleidung getragen werden darf, lassen wir uns nicht entgehen.

Der Hafen von Valletta (Malta)

Montag, 25.7.: Valletta, Malta

Heute gehen wir schon vor dem Frühstück an Deck, denn wir wollen die Einfahrt in den als schönsten Naturhafen Europas bekannten Hafen von Valletta nicht verpassen. Und tatsächlich: es ist ein wirklich einmaliges Erlebnis. Die prachtvollen Bauten dieser ehemaligen Hauptstadt des maltesischen Ritterordens sind wirklich beeindruckend.

Nach dem Frühstück begeben wir uns zur Biking-Station auf Deck 3, denn wir haben heute einen Fahrradausflug gebucht.

Heute machen wir eine Biking-Tour

Der 5,5-stündige Ausflug kostet 49 Euro. Als erstes erhalten wir eine komplette und sehr gute Ausrüstung: einen Energieriegel, 2 AIDA-Trinkflaschen, einen Fahrradhelm, einen Fahrradrucksack und natürlich das auf unsere Körpergröße abgestimmtes Trekking-Bike.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Tatsache, dass auf Malta Linksverkehr herrscht.

An dieser Pizzeria ist Zwischenstopp

Als erstes steuern wir mit unserem Biking-Guide die "Upper Barracca Gardens" an. Der Blick von diesem einstigen Privatgarten der Ritter auf den großen Naturhafen und die drei gegenüberliegenden Städte ist lohnenswert.

Anschließend fahren wir, vorbei an Valletta, den Hafen und die Küste der Insel entlang. Einen längeren Halt machen wir an einem direkt am Meer gelegenen Restaurant. Hier kann mit Euro gezahlt werden. Sehr zu empfehlen ist die Pizza. Sie ist allerdings ziemlich groß, so dass wir beide von einer "normalen" Ruccola-Parmesan-Pizza satt werden.

St. John's Co-Cathedral

Unterhalb des Restaurants befindet sich ein Felsenstrand. Es ist noch genügend Zeit, so dass wir uns noch ein wenig in die Sonne legen. Man kann hier recht gut Baden. Mein besonderer Tipp ist, Taucherbrille und Schnorchel mit zu nehmen. Zwischen den Steinen finden sich zahlreiche Fische. Duschen sind ebenfalls vorhanden.

Nach ca. 1,5 Stunden Aufenthalt fahren wir zurück durch die Altstadt von Valletta. Dabei machen wir unter anderem noch kurze Stopps am St. John's Co-Cathedral und am Palast der maltesischen Ordensritter.

Zurück auf dem Schiff entspannen wir als erstes im Whirlpool und sonnen uns etwas. Zum Essen geht es heute abend ins Marktrestaurant. Das Thema dort lautet "Fantasia Asia". Zur "Piraten-Pool-Party" am Abend legt sich die Crew bei der Verkleidungs-Show ordentlich ins Zeug. Wir ziehen uns aber auf das romantische Deck 6 (Außendeck mit Holzbänken und Blick aufs Meer) zurück und lassen so den Abend ausklingen.

Taormina ist als die wohl schönste Stadt Siziliens weltbekannt

Dienstag, 26.7.: Catania, Sizilien

Nach dem Frühstück gehen wir von Bord.

Hinter dem Hafenausgang halten wir uns rechts und erreichen nach ca. 800 m den Bahnhof von Catania. Dort fahren wir mit dem Zug um 9:16 Uhr für 4,50 Euro nach Taormina (IC Richtung Rom). Dieser Zug fährt 35 Minuten. Am Bahnhof angekommen warten wir ein wenig auf den nächsten Bus, der uns für 1,30 Euro den Berg hinauf nach Taormina bringt. Die Fahrt mit diesem Bus ist bereits wunderbar, denn man hat eine herrliche Aussicht, während sicher der Bus angsam den Berg hoch schlängelt.

Blick vom Teatro Greco auf den Vulkan Ätna

In Taormina angekommen laufen wir Richtung Innenstadt. Die Stadt an der Ostküste Siziliens ist nicht umsonst weltbekannt. Sie wirkt typisch italienisch und hat einen besonderen romantischen Flair. Ich esse mir ein italienisches Eis während wir Richtung "Teatro Greco" laufen. Der Eintritt in dieses griechisch-römische Amphitheater kostet 6 Euro, bzw. 3 Euro für Personen von 18-25 Jahren Alter (Ausweis notwendig).

Wir setzen uns auf die Stufen des Amphitheaters, auf denen schon die alten Griechen Platz genommen haben. Unglaublich diese Aussicht! An nur wenigen Plätzen dieser Erde kann wohl einen so schönen Ausblick genießen!

Lecker Makkaroni Siziliana

Zurück in der Stadt setzen wir uns in eine sehr urige Pizzeria mit dem Namen "La Bolle". Stilecht bestelle ich mir Makkaroni Siziliana. Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt. Um 14 Uhr gehen wir zurück zum Busbahnhof. Dort nehmen wir den Bus um 14 Uhr und fahren für 4,20 Euro über die Autobahn direkt zurück nach Catania. Diesen direkten Bus würde ich auch für die Hinfahrt - statt der Zugfahrt - empfehlen. Leider weiß ich aber nicht wo und wann dieser Bus in Catania abfährt. Angekommen sind wir jedenfalls gegenüber vom Hauptbahnhof.

Da Catania selbst nicht allzuviel zu bieten haben soll, gehen wir wieder zurück aufs Schiff.

Sonnenuntergang an Italiens "Stiefel-Spitze"

Nach etwas Sport im Fitnessstudio und ein paar Stunden am Pool machen wir uns für das Abendessen frisch. Heute stehen beim Thema "Route 66" amerikanische Speisen auf dem Plan. Das gefällt mir sehr gut und ich esse insgesamt zweieinhalb riesige Hamburger und einen Hot-Dog. Nach dem Essen begeben wir uns an Deck und beobachten wie die AIDA die Straße von Messina passiert. Die "Straße von Messina" ist die Meerenge zwischen Sizilien und dem italienischen Festland.

Wir beobachten eine Vulkan-Eruption auf der Insel Stromboli!

Im Theater wird heute die "UFA-Show: Nur nicht aus Liebe weinen" gezeigt. Sehr zu empfehlen. Ich würde sogar sagen, das es meine Lieblingsshow auf den AIDA-Schiffen ist.

Gegen 23:45 Uhr begeben wir uns dann wieder an Deck, denn nun sollen wir angeblich den noch aktiven Vulkan Stromboli passieren, der direkt aus dem Wasser ragt. Und tatsächlich: mehrmals beobachten wir kurze Eruptionen, während denen der Vulkan tatsächlich Feuer spuckt! Ein einmaliges Erlebnis!

Der Forumsplatz von Pompeji

Mittwoch, 27.7.: Neapel, Italien

Heute frühstücken wir im Marktrestaurant. Hier kann man sich ein sehr gutes Omelett nach Wunsch vom Koch zubereiten lassen. Gut gestärkt gehen wir an Bord.

Wenn man den Hafen von Neapel verläßt, findet man direkt zur linken Hand einen Kiosk, in dem wir für 1 Euro ein Busticket kaufen. Mit dem Bus, der wiederum direkt rechts vom Hafenausgang abfährt, fahren wir zum Hauptbahnhof. Dort kaufen wir für 4,50 Euro ein Ticket für den Zug nach "Sorrent". An der Haltestele "Pompeji" steigen wir aus.

Wandmalereien in einem römischen Haus

Der Eintritt in die bekannte Ausgrabungsstätte kostet 10 Euro bzw. 5 Euro für Personen von 18-25 Jahren Alter (Ausweis nicht vergessen). Ich miete mir zusätzlich einen Audioguide für 6,50 Euro. Dieses Tongerät hält zahlreiche Informationen über Pompeji bereit.

Wir streifen also durch die im Jahre 79 n. Chr. durch die Lava-Asche des Vesuv konservierte römische Stadt.

Das Gelände ist riesig und noch immer ist nicht alles ausgegraben worden.

Im großen Theater von Pompeji wurden früher Gedichte rezitiert

Teilweise fehlen mir aber Hinweistafeln oder Erklärungen. Ich denke, man könnte diese weltbekannte archäologische Stätte sicherlich besser für die zahlreichen Besucher aufbereiten. Vorbei am Forum laufen wie die Via dell'Abbondanza bis zum Amphitheater. Darüber hinaus schauen wir uns unter anderem noch das recht gut erhaltene Haus des Citarista und das kleine und große Theater an.

Nach einige Stunden geht's mit dem Zug wieder zurück ins 16 Kilometer entfernte Neapel. Vom Hauptbahnhof aus fahren wir mit der Metro zur Station "Montesanto". Von hier laufen wir zum "Piazza Dante". Er ist ein guter Ausgangspunkt, um die Einkaufsstraße "Via Toledo" zurück zum Hafen zu laufen. Wir bummeln durch einige Geschäfte. Natürlich darf dabei die großartige Einkaufspassage "Galleria Umberto I." aus dem 19 Jahrhundert nicht fehlen.

Shopping in der Galleria Umberto I.

Über den Piazza Plebiscito führt unser Weg am Castel Nuovo zurück zur AIDA. Zum Essen gehen wir ins Marktrestaurant. Das Thema hier lautet heute abend "Aus Küche und Keller der Toscana". Nachdem wir im Theater heute den AIDA Grand Prix angeschaut haben, setzen wir uns noch ein wenig mit einem heißen Kakao auf die Hollywood-Schaukel vor der gemütlichen Hemingway Lounge.

Filippino Carlos gibt Tipps beim "Fruit Carving Workshop"

Donnerstag, 28.7.: Seetag

Heute ist Seetag. Den gehen wir ganz gemütlich mit einem Frühstück im Calypso-Restaurant an.

Danach legen wir uns an den Pool und entspannen bei der Musik von "Till-Trio", die heute live auf dem Pooldeck spielen. Natürlich gibt es auch wieder einen Poolbrunch. Das Thema lautet "Europa".

Um 14 Uhr gehe ich ins Calypso-Restaurant. Hier hatte ich mich zu dem "Fruit Carving Workhop" angemeldet. Dort zeigt uns der Filippino Carlos, wie die von den AIDA-Schiffen bekannten Obst-Dekorationen, geschnitzt werden.

Wachtel, die ich aus einer Birne geschnitzt habe

Unter anderem schnitze ich unter der Anleitung von Carlos aus einer Birne eine Wachtel und aus zwei Orangen bastle ich einen Vogel. Der zweistündige Workshop wird in Englisch gehalten und kostet 15 Euro. Er hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Beim Abschlussdinner im Marktrestaurant werden unsere geschnitzten Vögel sogar ausgestellt. Vor dem Essen schenke ich den Köchen des Restaurants mehrere Abzüge von den Fotos, die ich am Anfang der Reise von ihnen gemacht hatte. Die Fotos hatte ich vom AIDA-Foto-Team entwickeln lassen.

Beim Farewell-Dinner zeigen die AIDA-Köche noch einmal ihr Können

Natürlich gehen wir heute auch zur Farewell-Show ins Theater. Das Show-Ensemble legt sich zum Abschluss noch richtig ins Zeug, denn auch sie haben heute ihren letzen Abend an Bord und gehen nach einigen Monaten Aufenthalt morgen von Bord.

Nicht verpassen wollen wir natürlich auch die obligatorische Lasershow auf dem Pooldeck und die anschließende finale Poolparty. Nachdem wir noch kurz in der Anytime Bar waren, gehen wir dann aber ins Bett.

Freitag, 29.7.: Der letzte Tag

Bis 9 Uhr müssen wir heute unsere Kabine verlassen. Trotzdem brauchen wir dann aber noch nicht von Bord zu gehen. Für einen Aufpreis von 23 Euro haben wir nämlich einen Tagesaufenthalt an Bord gebucht.

Den letzten Tag verbringen wir noch einmal am AIDA-Pool

Nach dem Frühstück bringen wir unsere Koffer von Bord und fahren mit einem Bus zu unserem Hotel, das wir für die folgende Nacht gebucht haben. Es ist das 4-Sterne-Hotel "Tryp Bellver", in dem wir schon vor der AIDA-Fahrt vier Tage auf Mallorca verbracht hatten. Dort checken wir ein und stellen unsere Koffer in unserem Zimmer ab. Mit dem Bus der Linie 1 fahren wir wieder zurück zur AIDA und verbringen noch einen wunderschönen Tag am Pool. Unsere Kabine steht uns zwar nicht mehr zur Verfügung, doch duschen und fürs Abendessen fertig machen können wir uns hervorragend im Saunabereich auf Deck 11.

Da wir ja noch genügen Zeit haben, genießen wir auch noch ein letztes Mal im Außenbereich des Calypso-Restaurants das gute Essen an Bord der AIDA. Um 20:30 Uhr müssen wir dann aber doch von Bord. Mit dem Bus fahren wir wieder zu unserem nicht weit entfernten Hotel. Gegen 22 Uhr beobachten wir dann, von einer Bank im Hafen aus, die Ausfahrt der AIDA.

Samstag, 30.7.: Abreise

Unser Rückflug mit Condor ist heute schon recht früh. Also packen wir unseren Koffer und fahren mit dem Bus der Linie 1 für 1,85 Euro zum Flughafen und fliegen anschließend zurück nach Deutschland.

Die AIDAvita, im Hintergrund Neapel und der Vesuv

Fazit:

Dass ein Urlaub auf einer AIDA einfach genial ist, brauche ich wohl nicht mehr zu schreiben. Das läßt sich wohl schon daran erkennen, dass dies nun meine sechste AIDA-Kreuzfahrt in nur 22 Monaten war.

Von der Route, die wir diesmal gefahren sind, hatte ich mir im Vorfeld gar nicht mal so viel erwartet, doch ich bin absolut positiv überrascht worden! Unsere Ausflüge in Tunesien und auf Sizilien würde ich so sofort noch einmal machen. Statt Pompeji würde ich allerdings eher Herculaneum als Ausflugsziel empfehlen, hier soll zwar weniger sichtbar sein, dafür soll die Qualität der ausgegrabenen Gebäude aber besser sein. Der Fahrradausflug auf Malta war ebenfalls Malta sehr schön.

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