Inselurlaub auf Teneriffa

Datum:
15. bis 19. Januar 2005
Dauer:
5 Tage
Hotels:
Hotel Pelinor , Santa Cruz de Tenerife (1 Nacht)
Aparthotel El Duque , Costa Adeje/Teneriffa (4 Nächte)
Karte:
Reisekarte
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Reisebericht

Schon im Anflug auf Teneriffa gut zu sehen: der Berg Teide

Diesen Winter sind wir mit dem Clubschiff AIDA auf der Route um die kanarischen Inseln und Madeira unterwegs. Los geht's auf Teneriffa. Unsere Flüge sind so gelegen, dass wir vor der Kreuzfahrt einen Tag und nach der Fahrt noch vier Tage auf Teneriffa verbringen können.

Für unsere erste Urlaubsnacht haben wir ein Zimmer im Hotel Pelinor in Santa Cruz reserviert. Es liegt in direkter Nähe zum Plaza de España, dem Hafen und den Haupteinkaufsstraßen der Stadt. Am nächsten Tag können wir von unserem Hotel aus problemlos den Kreuzfahrthafen erreichen um an Bord der AIDA zu gehen.

Die vier Nächte nach der Kreuzfahrt möchten wir im Süden der Insel verbringen, denn dort soll das Wetter in der Regel besser sein als im Norden. Dazu haben wir über unser Reisebüro ein Apartement im "El Duque" an der Costa Adeje - dem Nobelviertel Teneriffas - gebucht. Das El Duque, das wir im aktuellen Thomas Cook Katalog gefunden haben, besitzt das größte Fitnesszentrum Teneriffas.

Um die Insel von unserem Hotel aus optimal erkunden zu können, haben wir außerdem für diese vier Tage über das Internet einen Mietwagen gebucht.

Freitag, 7.1.: Ankunft auf Teneriffa

Um 2:37 Uhr fahren wir mit dem Zug in Sythen los Richtung Düsseldorf. Von dort startet unser Flieger und wir landen gegen 10 Uhr auf dem Flughafen Teneriffa Süd.

Mario auf dem Plaza de la Candeleria in Santa Cruz

Direkt am Ausgang des Flughafens finden wir zur linken Seite eine Bushaltestelle. Die öffentlichen Busse auf Teneriffa sind grün. Mit dem Bus Nr. 341 (fährt stündlich) fahren wir um 11:30 nach Santa Cruz. Die Fahrt kostet 5,20 Euro und endet am großen Busbahnhof von Santa Cruz (Recinto Ferial). Von dort aus laufen wir zum Plaza de España. Das nächste Mal würde ich allerdings mit dem Taxi fahren, denn mit Koffern ist der Weg bis dort doch etwas beschwerlich.

Das Auditorio de Tenerife vom Stararchitekten Santiago Calatrava

Unser Hotel befindet sich direkt auf der Einkaufsstraße "Bethencourt Alfonso" in der Nähe des Plaza de España. Das Hotel gefällt uns und wir machen uns erst einmal frisch. Anschließend laufen wir durch die Stadt, essen etwas bei Pizza Hut und schlendern den Hafen entlang. Schon von außen sehr imposant wirkt dort der Konzertsaal "Auditorio de Tenerife". Etwas anderes wirklich sehenswertes gibt es hier allerdings nicht. Da wir sehr müde sind, gehen wir dann auch früh zurück zum Hotel und legen uns ins Bettchen.

Unser Hotel hat wie bereits geschrieben eine sehr zentrale Lage. Das bringt natürlich auch einen großen Nachteil mit sich - vor allem wenn man früh schlafen will. Die ganze Nacht durch ist es extrem laut.

Samstag, 8.1.: An der Playa de las Teresitas

Als wir um 9 Uhr wach werden nehme ich mir das Ohropax aus den Ohren, wir duschen uns und begeben uns zum Frühstück.

Das Frühstücksbuffet ist ganz akzeptabel aber nichts besonderes. Für den Preis von 24 Euro, den wir für die Übernachtung mit Frühstück bezahlt haben, ist es aber auf jeden Fall okay. Da das unsere einzige Nacht in diesem Hotel war, packen wir anschließend unsere wenigen aus dem Koffer ausgeräumten Sachen wieder ein, checken aus und lassen den Koffer im Hotel einschließen.

Die Playa de las Teresitas

Vorher haben wir noch ein paar Sachen in unseren Rucksack umgepackt, denn wir möchten noch zum angeblich schönsten Strand der Insel fahren, der Playa de las Teresitas. Dorthin fahren wir vom Plaza de España aus mit dem Bus. An dem künstlich angelegten Strand angekommen sind wir schwer beeindruckt. Er ist wirklich traumhaft: heller feiner Sand, Palmen und Berge im Hintergrund.

Wir mieten uns eine Liege und legen uns ans Meer. Das Wetter ist grundsätzlich nicht schlecht, aber sobald eine Wolke die Sonne verdeckt wird es recht kalt, zumal es auf den Kanaren fast ständig windig ist.

Irgendwann fahren wir dann mit dem Bus wieder zurück in die Stadt. Wir setzen uns noch in eine Saftbar. Gegen 15 Uhr holen wir unsere Koffer vom Hotel und laufen Richtung Passagier-Terminal. Gegen 15:30 ist es dann endlich soweit und wir können auf unserem "Traumschiff", der AIDAblu, einchecken.

Den Reisebericht von unserer Tour mit der AIDAblu kannst Du hier lesen ...

Samstag, 15.1.: Ankunft im Aparthotel El Duque

Nach einer wunderbaren Woche auf der AIDAblu müssen wir das Schiff um 10 Uhr verlassen. Mit einem Taxi fahren wir zur Estación Jetfoil. Für das Taxi zahlen wir 10 Euro, was mir an der Station angekommen allerdings etwas zu viel für die kurze Strecke erscheint.

Unser 4-Sterne-Hotel "El Duque" an der Costa Adeje im Süden der Insel

In der Estación Jetfoil befindet sich das Büro unserer Autovermietung "Orcar". Über das Internet hatte ich hier einen Citroën Saxo reserviert, der nun für uns bereit steht.

Von Santa Cruz aus fahren wir über die Autobahn zur Costa Adeje. Nach ca. einer Stunde Fahrt kommen wir an unserem gut ausgeschilderten Hotel an. Unser Apartement ist sehr geräumig. Es besteht aus einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer mit Sofa und Fernseher sowie einer großen Küche. Das Bad ist mit Badewanne und ebenfalls recht groß. Der erste Eindruck ist also ganz gut.

Das Apartement ist geräumig

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt haben, laufen wir zu einem Supermarkt im "El Duque"-Einkaufszentrum, das an unser Hotel angeschlossen ist. Dort kaufen wir einige Kleinigkeiten um unseren Kühlschrank aufzufüllen.

Anschließend legen wir uns an den Pool, lesen und schlafen ein wenig.

Gut ausgeruht geht's etwas später vom Hotel aus Richtung Strand. Hier bummeln wir die Promenade entlang. Die Geschäfte sind allerdings alle sehr auf Touristen ausgerichtet, was mir nicht so gut gefällt.

Ein traumhafter Sonnenuntergang am Meer. So muss Urlaub sein!

Wir setzen uns an eine sehr gemütliche Bar, die direkt auf dem Strand aufgebaut ist. Dort trinken wir eine Cola während die Sonne im Meer versinkt. So muss Urlaub sein.

Zurück im Hotel gehen wir zum Abendessen. Das ist allerdings eine arge Umstellung. Wir hatten uns natürlich darauf eingestellt, dass das Essen im Hotel nicht mit dem Essen auf der AIDA mithalten kann. Aber hier ist es wirklich schlecht. Das meiste scheint wohl aus der Dose zu stammen. Die Auswahl ist zwar groß, aber nichts schmeckt auch nur annähernd so als das man noch mal einen Nachschlag nehmen möchte.

Zurück im Apartement machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und gucken einen schönen Film.

Der Loro Park in Puerto de la Cruz

Sonntag, 16.1.: Im Loro Park und in Puerto de la Cruz

Heute möchten wir in den Loro Park fahren. Das ist ein recht bekannter Tierpark im Norden von Teneriffa. Die Fahrtzeit bis dort beträgt mindestens eine Stunde. Deshalb stehen wir früh auf und frühstücken. Beim Frühstück kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen, doch auch das gefällt uns hier nicht besonders.

Wir fahren jedenfalls über die Autobahn nach Puerto de La Cruz. Der Loro-Park ist sehr leicht zu finden, da er wirklich sehr gut ausgeschildert ist.

Papagaien im Loro-Park

Fürs Parken bezahlen wir 2 Euro, der Eintritt in den Park kostet 22 Euro pro Person. Als erstes gehen wir in die Seehundshow. Die Show ist grundsätzlich gut, doch ich glaube Tiershows sind nicht wirklich etwas für mich.

Anschließend besuchen wir den Planet Pinguin. Dort leben Pinguine unter einer riesigen Glaskuppel, die gekühlt wird und in der es sogar künstlich schneit. Außerdem gehen wir noch in die Delfin-Show, bewundern zahlreiche Papageien, Krokodile, eine Riesenschildkröte und vieles mehr.

Kunststück bei der Delfin-Show

Nachdem wir den Park um 16 Uhr verlassen haben, versuchen wir mehrmals meine Oma, die in diesem Winter auf Teneriffa überwintert, zu erreichen um sie zu besuchen. Es klappt allerdings nicht.

Stattdessen parken wir unseren Mietwagen noch in der Nähe der Innenstadt von Puerto de la Cruz. Dort laufen wir den malerischen Hafen entlang. Meine Oma scheint wohl nicht die einzige Rentnerin zu sein, die hier überwintert. Wer noch nicht in Puerto de la Cruz war kann es sich nicht vorstellen, aber ich glaube ich habe noch nie so viele Rentner auf einmal durch einen Ort spazieren gehen gesehen.

Gegen halb sechs machen wir uns dann auf die Rückfahrt. Im Hotel angekommen müssen wir erst mal feststellen, dass unser Apartement nicht gemacht wurde. Auf Nachfrage erfahren wir, dass hier Sonntags immer so ist. Nachdem wir dann auch noch das Abendessen aushalten mussten, ziehen wir uns in unser nun selbst aufgeräumtes Apartment zurück.

Im Fernsehen läuft heute das Traumschiff. Das gucken wir natürlich und träumen dabei von unserer nächsten Schiffsreise ...

Schlechtes Wetter am Strand von Los Christianos

Montag, 17.1.: Mit dem Auto im Süden unterwegs

Heute stehen wir um viertel nach acht auf. Eigentlich hatten wir vor, nach dem Frühstück auf den höchsten Berg Spaniens, den Teide, zu fahren. Das Wetter ist uns dafür heute allerdings etwas zu schlecht und wir entscheiden uns mit dem Mietwagen ein paar der Nachbarorte zu erkunden.

Als erstes fahren wir in den Ort Adeje. Dort scheint es aber absolut nichts interessantes zu geben (vielleicht haben wir uns aber auch nur an den falschen Stellen umgesehen). Wir fahren also weiter nach Los Christianos.

Dieser Ort ist schon etwas größer aber auch touristischer. Wir bummeln durch die Geschäfte, die mir aber alle nicht wirklich gefallen. Nachdem wir bei Pizza Hut gegessen haben fahren wir dann auch zurück zu unserem Hotel.

Honore Cironte leitet unser Fitnessstudio

Unser Hotel hat das größte Fitnessstudio der ganzen Insel. Betreiber dieses Studios ist Honore Cironte. Herr Cironte ist schon etwas älter, aber trotzdem genau das, was man sich unter einem Bodybuilder vorstellt. Er hat übrigens mehrfach den amerikanischen Titel Mr. Olympia Master geholt.

In diesem Studio trainieren hauptsächlich Spanier. Für sechs Euro kann man hier einen ganzen Tag trainieren. Ich beschränke mich allerdings auf 90 Minuten.

Nach dem Training dusche ich mich und wir gehen zum Essen ins Hotel-Restaurant. Danach schlendern wir noch den Strand entlang und begeben uns anschließend in unser Apartement.

Mit dem Mietwagen fahren wir auf den höchsten Berg Spaniens

Dienstag, 18.1.: Auf dem Teide

Nach dem Frühstück fahren wir heute aber nun zum Teide, den man bei einem Teneriffa-Besuch wohl kaum auslassen kann.

Der Berg ist sehr einfach zu finden. Nicht nur dass er von fast jedem Ort auf der Insel zu sehen ist, die Straßen zum Gipfel sind gut ausgeschildert.

Der Weg bis zum Anfang des Teide-Nationalparks ist allerdings sehr kurvig und nichts für empfindlich Mägen. Je höher wir mit unserem Mietwagen kommen, desto mehr Schnee liegt neben und auf der Straße. Wir halten an mehreren Aussichtspunkten und ich mache einige schöne Fotos.

Auf dem Weg nach oben gibt es viel Schnee und schöne Aussichten

Kaum zu glauben aber manche Touristen haben wohl die Einstellung: "Ich bin im Urlaub, also will ich eine kurze Hose, Sandalen und ein T-Shirt tragen." Doch denen scheint hier ziemlich kalt zu sein. Pech gehabt wenn man sich nicht denken kann, dass es hier oben etwas kühler ist.

Zum Gipfel des Teide führt eine Seilbahn. Diese ist heute aber leider wegen des starken Windes geschlossen. Das ist natürlich ärgerlich, lässt sich aber wohl nicht ändern.

Die Seilbahn zum Gipfel hat wegen starkem Wind geschlossen

Wer einmal die Gelegenheit hat, mit der Seilbahn zu fahren, sollte allerdings wissen, dass die Bahn wenige hundert Meter vor dem Gipfel endet. Weiter kommt man dann nur, wenn man zuvor persönlich eine (kostenlose) Genehmigung bei der Verwaltung des Teide-Nationalparks in Santa Cruz eingeholt hat.

Wir trinken uns also stattdessen einen Kaffee in der Seilbahnstation des Teide und fahren anschließend wieder durch den Schnee zurück ins Tal. Dort angekommen ist es auch wieder etwas wärmer und wir legen uns an den Pool. So etwas habe ich auch noch nicht gehabt: Gerade noch sind wir durch den Schnee gestiefelt - und kurz danach liegen wir am Pool und sonnen.

Aus dem Schnee direkt an den Pool

Nachdem wir noch etwas Bräune getankt haben, um zuhause auch den gebührenden Neid zu erwecken, spielen wir Minigolf und Billard auf dem Hotelgelände.

Wir bummeln noch etwas durch das Einkaufszentrum des Hotels und essen anschließend zu Abend.

Montag, 19.1.: Die Abreise

Nachdem wir geduscht und unsere Koffer zuende gepackt haben, checken wir aus dem Hotel aus. Wir frühstücken und fahren anschließend mit dem Mietwagen zum Flughafen.

Den Wagen stellen wir an dem gut ausgeschilderten "Car Parc" ab. Den Schlüssel geben wir bei dem Büro unseres Autovermieters im Flughafengebäude ab.

Der viereinhalbstündige Rückflug verläuft ohne Zwischenfälle und um 16:20 Uhr landen wir in Düsseldorf, wo uns mein Bruder abholt.

Fazit:

Santa Cruz ist sicherlich kein Ort den man gesehen haben muss. Der Tourismus spielt sich ja auch nicht ohne Grund eher in Puerto de la Cruz oder im Süden der Insel ab.

Der Süden, also die Playa de las Americas (an dessen oberen Ende auch die Costa Adeje gelegen ist), ist wiederrum extrem touristisch, was mir auch nicht so gefällt. Unsere Ausflüge zum Loro-Park und zum Teide waren zwar schön, aber trotzdem hat mir Teneriffa nicht besonders gut gefallen. Auch wenn wir die anderen kanarischen Inseln auf unserer Kreuzfahrt nur einen Tag gesehen haben, wage ich zu behaupten, dass man zu mindestens auf La Palma und auf Lanzarote einen schöneren Urlaub verbringen kann.

Sonnenuntergang am Atlantik

Mitschuld an diesem nur mittelmäßigen Eindruck von Teneriffa dürfte aber auch unser 4-Sterne-Hotel "El Duque" haben, das uns beiden nicht wirklich gut gefallen hat. Dabei war es das erste Hotel, das wir bei einem individuell zusammen gestellten Urlaub aus dem Katalog eines Reiseveranstalters ausgesucht haben und das auch etwas teurer war. Daraus lerne ich für mich persönlich, dass unser nächstes Hotel wohl wieder ein günstigeres von einer Internet-Hotelseite sein wird. Wenn das Essen dann mal nicht schmecken sollte, ärgert man sich wenigstens nicht, dass man viel Geld dafür bezahlt hat.

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