Weihnachtsshopping in Barcelona

Datum:
9. bis 11. Dezember 2004
Dauer:
2 Tage
Hotel:
Karte:
Reisekarte
Bereiste Städte:
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Reisebericht

La Sagrada Familia

Die Flüge für diesen Kurztrip nach Barcelona habe ich während einer Preisaktion von Air Berlin ergattert. Da ich bei der Buchung der Flüge noch vier 10-Euro-Fluggutscheine von Raffaelo (das sind diese leckeren Kokos-Pralinen von Ferrero) einlösen kann, beträgt der Preis für die Flüge nur noch 19 bzw. 9 Euro (inklusive aller Gebühren).

Zeitgleich bietet die Hotel-Kette Sol Melia Sondertarife unter anderem für ein sehr schönes 4-Sterne-Hotel am Flughafen von Barcelona an, das wir passend dazu auswählen.

Donnerstag, 9.12.

Es gibt nur einen Zug, der von Haltern aus direkt bis ins Düsseldorfer Flughafenterminal fährt. Da dieser Zug optimal zu unseren Flugzeiten passt, fahren wir diesmal mit der Deutschen Bahn zum Flughafen.

Mit Air Berlin geht's von Düsseldorf nach Barcelona
Mit Air Berlin fliegen wir vom Flughafen Düsseldorf nach Barcelona

Die Parkgebühren wären im Übrigen alleine schon wesentlich teurer gewesen als das Zugticket. Wir stehen also ziemlich früh auf und fahren mit dem Zug um 2:50 (nachts) los. Am Flughafen haben wir nach dem Check in noch genügend Zeit die Geschäfte abzuklappern. Anschließend geht's mit einer Boeing 737-800 Richtung Barcelona. Wie bei Air Berlin üblich bekommen wir natürlich auch den kompletten Service wie Gratis-Zeitschriften und Frühstück.

Ein weiterer Vorteil von Air Berlin ist, dass wir auf dem Hauptflughafen von Barcelona landen. So fliegt Ryanair zum Beispiel nur die wesentlich weiter entfernten Flughäfen Barcelona-Girona und Barcelona-Reus an.

Unser 4-Sterne-Hotel am Flughafen
Der kostenlose Shuttlebus bringt uns vom Terminal zum Hotel

Wir kommen jedenfalls im Terminal B an. Dieses verlassen wir nach rechts und erreichen nach wenigen Metern den Busbahnhof "Bloc Tècnic". Dort kommt nach einigen Minuten der Shuttle-Bus unseres Hotels an. Er ist weiß, trägt das Logo des Hotels und verkehrt eigentlich ständig zwischen Hotel und Flughafen.

Mit dem Bus werden wir (natürlich kostenlos) zu unserem nahe gelegenen Hotel gebracht, das Tryp Barcelona Aeropuerto. Es ist ein 4-Sterne Hotel in dem man vom Trubel des nahegelegenen Flughafen nur wenig mitbekommt. Wir checken ein uns lassen uns erst mal von der Ausstattung dieses ziemlich neuen Hotels überwältigen. Das Hotel hat eine wunderschöne Empfangshalle, eine Bar, ein Fitnessstudio, Internetzugänge und vieles mehr. Einfach genial!

Die Empfangshalle
Die Empfangshalle des Tryp Barcelona ist schon mal recht beeindruckend

Es ist zwar ein Hotel, das sich primär an Geschäftsreisende richtet, aber für unseren Kurztrip ist es mehr als gut geeignet. Unser Zimmer mit der Nummer 337 ist sehr sauber und modern eingerichtet. Es fehlt an nichts: 24 h Zimmerservice, Internetzugang, Schuhputzmittel, Pflaster, diverse Seifen, Nagelfeile, neu verpackter Haarkamm - im Badezimmer hängt sogar ein zweites Telefon neben der Toilette.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben, fahren wir mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof. Von dort fahren wir mit dem Zug in die Innenstadt von Barcelona. Wir steigen an der "Estació de Sants" aus, was allerdings ein Fehler ist, denn diese Station liegt nicht sehr zentral. Also fahren wir mit der Metro weiter zu einer Metrostation in der Nähe des Hafens.

Als erstes geht's zum Hafen wo heute die AIDAcara anlegt
Als AIDA-Fan besuche ich die AIDAcara die heute im Hafen liegt

Im Hafen liegt heute nämlich die einzige der vier AIDA-Clubschiffe, die ich noch nie live gesehen habe: die AIDAcara. Sie fährt diesen Winter im Mittelmeer und macht heute bis 18 Uhr halt in Barcelona. Leider dürfen wir als Besucher allerdings nicht an Bord des Schiffes.

Statt dessen kaufen wir am "Torre de Jaume I" ein Ticket für die Seilbahn zum Montjuïc. Die Hin- und Rückfahrt kostet zusammen 7,50 Euro. Die Seilbahn führt direkt über die AIDAcara hinweg auf den Berg. Dort angekommen haben wir einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Von hier sieht Barcelona allerdings ziemlich dreckig und unsympathisch aus. Dieser Eindruck soll sich aber noch ändern, sobald wir gleich in den Straßen der Stadt eintauchen werden!

Blick auf Barcelona
Bei der Fahrt mit der Seilbahn hat man eine wunderbare Aussicht

Wir fahren also nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Montjuïc wieder zurück in den Hafen. Im dortigen "World Trade Center" liegt übrigens noch eine sehr gute Karte zum Mitnehmen aus, die "Shopping Map" der "Barcelona Shopping Line". Dort sind die Haupteinkaufszonen und zahlreiche Geschäfte eingezeichnet.

Wir laufen Richtung Rambla, der berühmten Hauptstraße Barcelonas. Auf der Rambla essen wir bei Subway ein Baguette, um uns für den folgenden Shopping-Marathon zu stärken. Auf der Rambla selbst werden wir nicht fündig, doch in den Seitenstraßen, die hier Richtung Barri Gótic abgehen, finden wir unzählige gute Geschäfte.

Die über 5 km langen "Barcelona Shopping Line"
Die 5 km lange "Barcelona Shopping Line" (hellblau markiert) zieht sich quer durch die Stadt

Doch Shoppen kann auch anstrengend sein. Am Plaça de Catalunya angekommen setzen wir uns deswegen in das Café Zürich und trinken einen doppelten Espresso. Das Café Zürich hat einen sehr urigen Flair und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ebenfalls am Plaça de Catalunya gelegen ist die in Barcelona - wahrscheinlich aber sogar in ganz Spanien - wohl größte Filiale der Kaufhauskette "El Corte Inglés". Das Kaufhaus ist wirklich riesig und hier findet sich einfach alles, allerdings nicht unbedingt zum günstigsten Preis.

... garantiert Shopping bis spät in die Nacht
Shopping bis spät in die Nacht im Kaufhaus "El Corte Inglés"

Gegen 21 Uhr schließen die meisten Geschäfte. Da wir ziemlich erschöpft sind, fahren wir somit mit dem Zug von der Station am Plaça de Catalunya zurück zum Flughafen. Vom Ausgang des Flughafens nimmt uns dann unser Shuttle-Bus mit und bringt uns zum Hotel.

Dort angekommen nutzen wir noch den 24-Stunden-Service und bestellen uns Wraps und einen Salat auf unser Zimmer.

Am nächsten Morgen genießen wir das gute Wetter in Barcelona.
Das Wetter ist hervorragend

Freitag, 10.12.

Im Hotelpreis von 19 Euro pro Person und Nacht ist das Frühstück natürlich nicht inbegriffen. Nachdem wir uns im Restaurant von der Qualität des Buffets überzeugt haben, beschließen wir allerdings, hier im Hotel zu frühstücken. Der Preis von 16 Euro pro Person erscheint zwar recht hoch, allerdings ist es dieses Frühstück wert! Das Angebot ist sowohl in Quantität als auch in der Qualität kaum zu überbieten. Ich möchte sogar sagen dass ich - außer auf der AIDA - selten ein besseres Frühstücksbuffet hatte.

Gut gestärkt fahren wir mit Shuttle-Bus und Zug wieder nach Barcelona. Diesmal steigen wir am zentral gelegenen Plaça de Catalunya aus. Von dort laufen wir in Richtung Barri Gótic (gotisches Viertel). Dabei kommen wir an einigen kleineren Geschäften vorbei. Obwohl wir uns den heutigen Tag eigentlich zum Sightseeing eingeteilt hatten, können wir dem umfangreichen Angebot nicht widerstehen und ich kaufe mir noch zwei neue Pullover und ein T-Shirt.

Die Kathedrale La Seu wird im Moment renoviert
Die Kathedrale La Seu

Das gotische Viertel ist wunderschön und scheint sich stellenweise seit dem 15. Jahrhundert kaum verändert zu haben. Im Herzen des Viertels finden wir die gewaltige Kathedrale La Seu. Leider haben wir aber Pech, denn die Kathedrale ist mit einem Baugerüst verkleidet, da sie im Moment wohl renoviert wird. Dafür findet am Fuße der Kathedrale ein Weihnachtsmarkt statt. Die Spanier haben allerdings einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack was Weihnachtsdekorationen anbelangt. So finden wir neben rosaroten Plastik-Weihnachtsbäumen und hektisch flackernden Lichterketten zum Beispiel Krippen mit Hirten-Figuren, die gerade einem Geschäft nachgehen bei dem man eigentlich nicht so gerne beobachtet werden will ... naja.

Das gotische Viertel (Barri Gòtic)
Das gotische Viertel

Wir laufen weiter zum Plaça de Sant Jaume. Dort befindet sich das Rathaus und die Regierung Kataloniens. Außerdem hat sich hier wohl ein Künstler ausgelassen, denn auf dem Platz verteilt stehen einige Figuren aus Pappe, die ihrem alltäglichen Leben nachgehen. Nur eine der Figuren fällt besonders auf: die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind im Arm.

Da unser Füße etwas müde sind, entschließen wir uns unsere Sightseeing-Tour nun aber mit dem Bus fort zu setzen. Am Mirador de Colom steigen wir in diesen "Bus Turístic" ein.

Das Ticket kostet zwar ganze 17 Euro, aber wenn man viel sehen möchte und sich dabei nicht die Füße wund laufen will, ist dieses Geld gut angelegt. Zusätzlich zum Ticket gibt es außerdem ein dickes Gutscheinheft mit zahlreichen Ermäßigungen z.B. für Museen, die Seilbahn und einige Fast-Food-Restaurants wie McDonalds. Der Bus Turístic hält an so ziemlich allen Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Dort kann man dann - wenn man möchte - aussteigen, sich in Ruhe umschauen und einfach in den nächsten Bus (circa alle 10 Minuten kommt einer) wieder einsteigen. Es gibt zwei dieser Buslinien (eine rote und eine blaue). Das Ticket gilt für beide Linien.

Sie ist immer noch im Bau
Die weltberühmte Sagrada Familia

Vorbei am olympischen Hafen und dem Zoo fahren wir also bis zum Plaça de Catalunya. Dort steigen wir in die rote Linie um und fahren über den Passeig de Gràcia vorbei am Casa Batlló und am La Pedrera. Beides sind Wohngebäude die der Architekt Antoni Gaudí Anfang des 20. Jahrhunderts hier errichtet hat.

Auch die berühmte Kathedrale La Sagrada Família hat Gaudí erbaut - zumindestens bis zu seinem Tod 1926. Heute wird immer noch an der Kathedrale gebaut. Wir steigen aus und bewundern dieses wirklich einmalige Bauwerk von außen.

Mario im Park Güell
Der Park Güell bei Dämmerung

Wir fahren mit dem nächsten Bus weiter, steigen aber am folgenden Halt, dem Park Güell, wieder aus. Da es schon langsam dunkel wird, erkunden wir aber nicht mehr den gesamten Park, sondern schauen uns nur im Eingangsbereich etwas um.

Auch unsere weitere Fahrt durch das Barcelona bei Nacht ist wunderschön. Wir fahren vorbei am Königspalast Palau Reial, an der Universität und natürlich dem größten Fußballstadion Europas - dem Camp Nou des FC Barcelona.

Am Plaça de Catalunya steigen wir dann aus und fahren mit dem Zug zurück zum Hotel.

Samstag, 11.12.

Um 6 Uhr stehen wir auf, duschen uns und packen unseren kleinen Koffer. Der Flieger in die Heimat startet nämlich bereits um 8:35 Uhr. Dabei kommt uns aber nun zu Gute, dass unser Hotel direkt am Flughafen liegt.

Der Rückflug mit Air Berlin verläuft - wie erwartet - perfekt. Wieder gibt es Zeitschriften und ein Frühstück umsonst (und das bei einem Flugpreis von 9 Euro!). Gegen 13 Uhr kommen wir in Düsseldorf an und fahren mit dem Zug nach hause.

Fazit:

Barcelona wirkt vom Berg Montjuïc betrachtet wie eine recht dreckige spanische Großstadt. Das ist aber absolut nicht der Fall. Barcelona ist genial!

Blick auf die Rambla, die berühmteste Straße der katalanischen Hauptstadt
Blick auf die Rambla, die berühmteste Straße der katalanischen Hauptstadt

Nach meinen Kurztrips nach Mailand, Paris und London kann ich mit Sicherheit sagen, dass Barcelona Shopping-technisch am meisten bietet.

Vorher hätte ich das nicht unbedingt gedacht, aber in Barcelona gibt es neben den großen Modeketten (auf der Shopping-Line zählt man alleine 9 Mango-Filialen) unzählige kleine Geschäfte in schnuckeligen Altstadt-Gassen, die sehr modische Kleidung für so ziemlich jeden Geschmack anbieten.

Was wir uns ansonsten in Barcelona angeschaut haben, ist ebenfalls einen Besuch wert: sowohl die Bauten Gaudís als auch das gotische Viertel.

Vielleicht bietet sich in einem der nächsten Sommer ja noch einmal die Gelegenheit Barcelona zu besuchen, denn dann ließe sich der Städte-Trip auch sehr gut mit einigen Tagen an den Stränden Barcelonas oder der näheren Umgebung kombinieren.

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