Mittelamerika mit der AIDAaura

Datum:
13. bis 27. Dezember 2003
Dauer:
15 Tage
Schiff:
Kabine:
4218 (C-Innenkabine, 2 Betten)
Karte:
Reisekarte
Route:
TagLandStadtAnkunftAbfahrt
SamstagFlagge von Jamaika JamaikaMontego Bay-20:00
SonntagSeetag--
MontagFlagge von Costa Rica Costa RicaPuerto Limón08:0018:00
DienstagFlagge von Panama PanamaColón08:0017:00
MittwochFlagge von Kolumbien KolumbienCartagena10:0020:00
DonnerstagSeetag--
FreitagFlagge von Jamaika JamaikaOcho Rios08:0020:00
SamstagFlagge von Jamaika JamaikaMontego Bay08:0020:00
SonntagSeetag--
MontagFlagge von Mexiko MexikoCozumel06:0020:00
DienstagFlagge von Belize BelizeBelize City09:0019:00
MittwochFlagge von Honduras HondurasPuerto Cortez07:0021:00
DonnerstagSeetag--
FreitagFlagge von Cayman Islands Cayman IslandsGeorge Town08:0018:00
SamstagFlagge von Jamaika JamaikaMontego Bay08:00-
zu den Fotos

Reisebericht

Als wir im Oktober ins Reisebüro gingen, wollten wir eigentlich nur eine Kabine für die Premierenfahrt der AIDAblu buchen. Doch irgendwie kamen wir dann auf die Idee die nette Dame im Reisebüro doch mal zu fragen ob wir auf auf das gerade erschienene AIDA-Extra-14-Angebot, was eh schon ziemlich güstig war, auch noch den Jugendrabatt bekommen würden. Und den bekommen wir.

So haben wir dann völlig spontan einen Traumurlaub gebucht: eine Kreuzfahrt in der Karibik!

Und die besten Sachen macht man meistens spontan ...

Die AIDAaura

Samstag, 13.12.: Anreise nach Montego Bay, Jamaika

Um 8 Uhr morgens machen wir uns auf nach Düsseldorf. Von dort geht's mit der LTU nach Montego Bay wo uns die CS AIDAaura empfangen wird. Um einen guten Platz auf dem langen Flug zu haben hatten wir vorher zwei Plätze im Flugzeug reserviert. Ein Tipp von mir: besonders günstig ist das wenn man über die Internetseite der LTU eine sogenannte LTU-Card für 30 Euro bestellt. Mit dieser Karte kann man ein Jahr lang kostenlos auf allen LTU-Flügen Plätze für zwei Personen reservieren und genießt zusätzlich noch weitere Vorteile wie mehr Freigepäck.

Das Reservieren wäre aber gar nicht mal notwendig gewesen denn das Flugzeug ist recht leer. So setzen wir uns noch vor dem Start um und haben beide eine komplette Sitzreihe für uns alleine. Der 11-stündige Flug ist natürlich recht anstregend. Aber das nehme ich für 15 Tage Karibik wohl auf mich!

In Montego Bay gelandet befinden wir uns schon sofort in einer völlig anderen Welt. Nicht nur dass es hier um die 30 °C warm ist, die Jamaikaner machen dem von Ihnen in der Welt bekannten Bild wirklich alle Ehre. So beinahe jeder dritte Jamaikaner trägt eine Bob Marley-Mütze. Und der Standardspruch aller Jamaikaner ist "Jah Man". "Jah Man" bedeutet soviel wie "Hallo", "Wie geht's", "Ist in Ordnung" und "Finde ich gut" in einem!

Viel bekommen wir aber an diesem ersten Tag von Jamaika nicht zu sehen. Wir werden nämlich von der AIDA Reiseleitung direkt zum Hafen gebracht. Und da erblicken wir sie dann auch schon, den Traum aller Urlaubsziele: die AIDAaura!

Auf dem Clubschiff finden sich zahlreiche Kunstwerke

Nachdem wir eingecheckt haben erforschen wir das Schiff. Die Aura ist das jüngste Schiff der drei AIDA Clubschiffe. Sie ist erst im Frühjahr 2003 fertig gestellt worden und ist baugleich mit der AIDAvita. Unterschiedlich sind nur einige der verwendeten Farben der Inneneinrichtung und die zahlreichen an Bord ausgestellten Kunstwerke. An mehreren Stellen auf dem Schiff finden wir Zitate angebracht. Eines möchte ich an dieser Stelle gerne wiedergeben:

"Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach den Gefühlen, die sie uns auslösen."

Anschließend begeben wir uns zu den Schaltern der Scouts auf Deck 8, wo die von der AIDA organisierten Landausflüge gebucht werden können. Im Vorfeld hatten wir uns auch schon einige ausgeguckt. Doch leider sind sie auch recht teuer (im Schnitt ca. 100 Euro für einen Tagesausflug). Wir bekommen aber nur einen der Ausflüge die wir gerne machen möchten da einige abgesagt wurden und andere schon komplett ausgebucht sind. Im Nachhinein kann ich aber sagen dass wir wirklich Glück gehabt haben nicht mehr bekommen zu haben, denn bei unseren Ausflüge auf eigene Faust hat alles super geklappt und wir konnten stets spontan entscheiden auf was wir Lust haben.

So, wir haben Hunger. Obwohl ... das Gefühl Hunger ist auf der AIDA eigentlich unbekannt! Somit begeben wir uns ins Calypso Restaurant wo wir beim hervorragenden Essen auch schon die ersten netten Leute kennen lernen. Mit denen begeben wir uns an Deck und genießen zur Abfahrt aus dem Hafen von Montego Bay eine unglaubliche Lasershow unter dem karibischem Himmel. Dazu wird Gratis-Sekt in den vier AIDA-Farben gereicht und getanzt und gefeiert wie es sich am ersten Abend eines Traumurlaubs gehört ...

Ab 6 Uhr gibt's frischen Kaffee und Croissants

Sonntag, 14.12.: Der erste Seetag

Wegen der Zeitumstellung von 6 Stunden schlafen wir nicht besonders lange. Um 6 Uhr morgens sind wir schon fit. Wir stehen schnell auf und begeben uns an Deck um den karibischen Sonnenaufgang zu genießen. Was man von unserem Klima her gar nicht kennt: schon so früh morgens (und die ganze Nacht durch) ist es hier tropisch warm. Wir begeben uns zum Calypso Restaurant wo bereits ab 6 Uhr das Frühaufsteherfrühstück "Early Bird" gereicht wird.

Also noch mal zum Mitschreiben: Ich sitze hier am 14. Dezember bei tropischer Wärme um halb sieben morgens unter freiem Himmel und esse ein Croissant. Dabei blicke ich kilometerweit über die sanften Wellen der Karibik und beobachte wie die Sonne langsam am Horizont erscheint. Ein Traum!

Karibische Sonne tanken auf Deck 10

Nach dem Frühstück legen wir uns an den Pool, lesen und sonnen uns (müssen schließlich erst mal die richtige Karibikbräune bekommen). Und dann ruft Christian, den wir soeben hier kennen gelernt haben: "Guckt mal da im Wasser: fliegende Fische!"

Das hab ich erst gar nicht ernst genommen aber tatsächlich: im Wasser "fliegen" einige fliegende Fische neben der AIDA her. Hätte nicht gedacht dass ich die mal in freier Wildbahn sehen würde.

Nach einem erholsamen Tag gehen wir um 19 Uhr ins Theater. Dort gibt es jeden Abend eine Informationsveranstaltung über die nächste Stadt die angefahren wird. Morgen ist es Puerto Limón in Costa Rica. Wer nun denkt dass die Scouts auf diesen Veranstaltungen nur ihre eigenen (recht teuren) Ausflüge verkaufen wollen, liegt falsch. Man bekommt viele Tipps für Ausflüge auf eigene Faust, z.B. Taxipreise, sehenswerte Ziele und vieles mehr.

Um 19:30 begeben wir uns dann ins Maritime Restaurant. Dort hatten wir einen Tisch reserviert. Im Maritime Restaurant gibt es ein 7-Gänge-Menü für den besonderen Abend. Und das ohne Aufpreis (ab nächster Reisesession soll's allerdings etwas kosten). Im Hauptgang wähle ich zart gegarten Lammrücken mit Speckböhnchen und irgendetwas undefinierbaren in der Mitte des Tellers. Ist aber ganz lecker :)

Beim Essen lernen wir Günter und Anne kennen mit denen wir in den nächsten Tagen übrigens die meisten Landausflüge zusammen machen werden.

Montag, 15.12.: Puerto Limón, Costa Rica

Wir stehen um 7 Uhr auf und joggen auf dem dafür angelegten Parcour. Dabei beobachten wir wie die AIDA am Hafen von Puerto Limón anlegt. Nach dem Frühstück begeben wir uns an Land.

Unser Taxifahrer in Costa Rica spricht sehr gutes Englisch und erkärt uns einiges

Schon im Kreuzfahrt-Terminal "überfallen" uns quasi die Taxifahrer und Fremdenführer. Die ersten die auf uns zurennen sind aber auch die teuersten. Wir laufen immer weiter und mit jedem Schritt werden die Taxipreise billiger. Als wir das Terminal verlassen wird's dann auf einmal ganz günstig. Ein Schwarzer der besonders gut englisch spricht bietet uns seine Dienste für nur 15 $ pro Person an. Elli zweifelt noch etwas aber mir ist der Mann irgendwie sympathisch. Wir willigen ein. Dann wird uns aber doch wieder etwas mulmig, denn er hat nicht mal ein Taxi. Das scheint eher eine Art Privatwagen zu sein. Im Nachhinein haben wir aber alles richtig gemacht. Costa Rica war mit das friedlichste und freundlichste Land unserer Reise. Selbst die Polizisten tragen hier keine Waffen! Das habe ich in noch keinem anderen Land gesehen. Unser Taxifahrer erzählt uns dass sie die Waffen hier nicht brauchen. Drogenhandel - den gibt's zwar, aber die Drogen werden alle exportiert. Die nimmt in Costa Rica kaum jemand. Dabei ist Marihuana - im Gegensatz zu Jamaika - hier sogar legal.

Obwohl es so klein ist beheimatet Costa Rica zwölf Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Erde

Wir fahren ca. 2,5 Stunden mit dem Auto umher. Erst zu einem Strand, dann vorbei an einem Bananenhafen. Unser Fahrer zeigt uns sehr viele Pflanzen am Straßenrand. Wir sehen Zitronen-, Papaya-, Ingwer- und Bananenbäume. Ich wusste übrigens gar nicht was Ingwer für eine schöne Pflanze ist. Bei einem Halt bekommen wir frisches Obst gereicht. Es ist unfassbar lecker. Das kann man mit dem Obst, das wir bei uns im Supermarkt kaufen können, gar nicht vergleichen. Unter anderem probieren wir von einer Frucht namens "Sober Sub" (weiß leider nicht ob sie wirklich so geschrieben wird). Wir sind uns einig dass das die leckerste Frucht ist die wir je gegessen haben. Sie hat extrem saftiges aber leicht zähes weißes Fruchtfleisch. In dem Fleisch sind einige sehr große schwarze Kerne von denen man das Fleisch ablutschen muss. Ihre Schale ist grün. Diese Frucht scheint es in Deutschland nicht zu geben. Sie ist jedenfalls extremst schmackhaft!

Wir fahren weiter zu einer Bananenplantage und sehen uns an wie die Bananen geerntet und an einer Seilbahn durch die Plantage transportiert werden. Anschließend werden sie von Hand gewaschen und verpackt.

Auf unserer weiteren Fahrt zeigt uns unserer Fahrer noch ein paar interessante Pflanzen und setzt uns ein Faultier auf die Schulter. Erst dachte ich das kratzt mich bestimmt mit seinen langen Krallen, aber dafür ist so ein Faultier viel zu langsam! Unglaublich wie langsam es sich bewegt. Irgendwie total süß.

Es ist eine einsame kleine Bucht wo ich zum ersten Mal in meinem Leben in der Karbik bade ...

Dann geht's zurück zum Schiff. Wir essen Mittag und begeben uns danach wieder an Land. Wir kaufen ein paar Andenken auf dem Markt und lassen uns dann mit einem Taxi für 6 $ zu dem Strand bringen wo wir schon morgens einen kurzen Halt gemacht hatten. Es ist eine schöne kleine Bucht mit recht hohen Wellen im Wasser.

Frisch ausgeruht lassen wir uns von unserem Fahrer zurückbringen der für die 6 $ pro Person sogar noch die ganze Zeit auf uns gewartet hat! Bevor wir zurück auf die AIDA gehen schlendern wir noch etwas durch Limóns Innenstadt.

Abends beim Essen lernen wir wieder einige nette Mitreisende kennen mit denen ich anschließend noch ins AIDA-Theater gehe. Dort läuft heute die Show "Musik ist Trumpf" bei der ein Liedtitel aus einer Losbox gezogen wird. Das AIDA-Showensemble, das nicht etwa aus einfachen Animateuren besteht sondern in dem nur professionelle Sänger/innen und Tänzer/innen arbeiten, hat dann 60 Sekunden Zeit sich auf das Lied vorzubereiten (samt Kostümierung). Das endet natürlich in einer teils lustigen teils albernen Show. Anschließend geht's noch in die AIDA-Bar und in die Anytime Disco.

Dienstag, 16.12.: Colón, Panama

Nach dem Frühstück begeben wir uns zum Treffpunkt für den einzigen Ausflug den wir an Bord der AIDA gebucht haben: eine Fahrt mit der Seilbahn durch den Regenwald. Dafür müssen wir erst einmal eine einstündige Busfahrt durch Panama hinter uns bringen. Auf der nervt der panamaische Reiseführer etwas da er ein sehr merkwürdiges Englisch spricht. An unserem Ziel angekommen spazieren wir zuerst durch den Gamboa Rainforest Resort. Wir sehen sehr schöne Schmetterlinge, Schlangen und Blattschneiderameisen. Diese tragen Blätter durch die Gegend die mehrfach so groß sind wie sie selbst. Dummerweise beißt mich eine von den Ameisen. Das brennt tierisch und hat bald eine Woche lang gejuckt. Na ja, ein bisschen Abenteuer muss ja auch dabei sein ;)

Mit der Seilbahn durch den Regenwald

Danach geht's mit der Seilbahn durch den Regenwald. Wir sehen wild lebende Vögel, Leguane, ein Faultier und vor allem einen Tucan (ein sehr bunter Vogel). Ein tolles Erlebnis!

Am Ende der Seilbahn steht ein ca. 40 m hoher Turm. Den erklimmen wir und haben von dort eine wunderbare Aussicht auf den Regenwald und den Panamakanal.

Nachdem ich auf der Busrückfahrt ein wenig geschlafen habe, begebe ich mich zurück auf der AIDA direkt ins Fitnessstudio. Nach der Hafeninfo und dem Essen folgt dann noch ein hervorragender Abend in der Anytime Disco wo heute karibische Musik gespielt wird. Besonders lustig ist's in der Disco da wir heute extrem starken Wellengang haben. Das Schiff wackelt hin und her und die Leute auf der Tanzfläche kippen synchron dazu von einer Ecke in die andere. Selbst tanzen braucht man also quasi nicht mehr. Auf dem Rückweg von der Disco fällt mir auf dass überall auf den Fluren des Schiffes Brechtüten ausgelegt wurden. Ob das wohl ein Zeichen für ein Unwetter ist?

Mittwoch, 17.12.: Cartagena, Kolumbien

Und tatsächlich, nachts hatten wir ziemlich starken Wellengang. Elli hat natürlich durchgeschlafen. Ich bin dagegen fast aus dem Bett gerollt. Insgesamt haben wir wesentlich mehr Wellengang als auf unserer letzten Tour im Mittelmeer. Aber ich finde das gehört zu einer Seereise dazu. Stören tut's uns jedenfalls nicht wirklich.

Noch vor dem Frühstück gehen Elli und ich ins Fitnessstudio. Anschließend noch 30 Minuten joggen. Während wir auf dem Deck laufen legt die AIDA im Hafen von Cartagena an. Übrigens kann ich die Zeit während das Schiff im Hafen einläuft zum joggen wirklich empfehlen. Dann hat man immer etwas schönes zu gucken. Ab spätestens 10 Uhr ist es sowieso schlecht mit dem Joggen da dann sehr viele Sonnenliegen auf dem Joggingparcours stehen.

Nach dem Frühstück, das man noch bis 10 Uhr zu sich nehmen kann, gehen wir an Land. Kolumbien war vorher nicht unbedingt mein Traum-Urlaubsziel. Cartagena, die Stadt in der wir heute sind, ist aber mit ihren Kolonialbauten und den kleinen, Kopfstein gepflasterten Gassen wohl eine der schönsten Städte Südamerikas. So wurde die Stadt von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Doch da wollen wir uns natürlich selbst von überzeugen!

Cartagena de Indias: einst mächtigste Stadt des Kolonialreichs

Als wir das Hafengebäude verlassen stehen dort auch schon wie üblich einige Taxis. Wir handeln einen Preis von 20 $ einschließlich englischsprachigem Führer aus. Zuerst fahren wir zu dem Fort "Castillo de San Felipe de Barajas". Dort steigen wir aber nur kurz aus denn wir werden von Souvenierverkäufern und -verkäuferinnen quasi überrannt und flüchten wieder ins Taxi. Das mit den Souvenierverkäufern ist in Cartagena wirklich sehr störend gewesen. Auf der anderen Seite muss man die Menschen aber auch verstehen. Sie sind sehr arm. Klar dass sie versuchen ein paar Dollars zu verdienen wenn ein großes Kreuzfahrtschiff in der Stadt anlegt.

Wir fahren jedenfalls weiter in die sehr schöne Altstadt. Hier sind alle Gebäude bunt und wunderschön. Wir machen einige Fotos und lassen uns dann zum Strand bringen. Während der Fremdenführer und der Taxifahrer geduldig auf uns warten genießen wir die Sonne und das karibische Meer.

Zurück auf unserem Lieblingsschiff begebe ich mich in die Hemingway Lounge und lese ein wenig. In der Hemingway Lounge der AIDAaura kann man sich übrigens Bücher und Gesellschaftsspiele ausleihen. Anschließend wähle ich mich über einen der Computerterminals ins Internet ein und versende ein paar Emails an die armen Daheimgebliebenen im kalten Deutschland :-) Günstig ist's nicht aber da die Daten über Satellit übertragen werden müssen kann man es vielleicht verstehen. Eine Minute Internet kostet jedenfalls 50 Cent. Telefonieren an Bord ist so teuer dass ich mich gar nicht traue es zu sagen. Man sollte also sein Handy mitnehmen (in der Karibik tat mein E-Plus Handy in Jamaika und in Mexiko). Oder man telefoniert von einem Telefon an Land.

Da das Thema beim Abendessen heute "Australien - ein Hauch von Abenteuer" lautet probiere ich mal das Emu-Steak. Na ja, zumindest schmeckt's interessant. Später gehen wir noch zur Wild West-Party auf dem Pooldeck und anschließend in die Anytime Bar, die Disco der AIDAaura. Auch heute nacht haben wir wieder starken Wellengang.

Donnerstag, 18.12.: Seetag

Heute ist Seetag. Genau richtig um mal ordentlich auszuschlafen. Wir bleiben also bis 10 Uhr im Bett und legen uns anschließen an den Pool um dort weiter zu schlafen. Beim Poolbrunch (zu dem übrigens auch Freibier gereicht wird) gibt's heute Amerikanisches wie zum Beispiel Hamburger. Ich sonne mich, lese ein wenig und genieße den ein oder anderen Cocktail.

Zwischendurch macht der Kapitän eine Durchsage: "Gleich könnte es ganz kurz etwas regnen. Vor uns liegt nämlich eine Schlechtwetterwolke. Ihr könnt aber ruhig am Pool liegen bleiben, ich werde natürlich versuchen außen daran vorbei zu fahren!" Alles lacht ... in welchem Urlaub hat man schon so einen Service? ... und tatsächlich unser Kapitän schafft es sogar die Wolke ganz zu umfahren :)

Die Anytime Bar ist die Disco der AIDAaura. Im Außenbereich ist Feiern unter freiem Sternenhimmel angesagt.

Trotzdem haben wir auch heute wieder relativ starken Seegang. Elli und ich trainieren noch im Fitnessstudio, ruhen uns etwas aus und gehen nach der Hafeninfo zum Essen ins Markt Restaurant. Heute ist hellenische Küche angesagt. Unglaublich lecker. Gut dass ich heute Sport gemacht habe. Somit habe ich nicht ein ganz so schlechtes Gewissen als ich mir den 5. Teller voll packe. So leckeres Gyros habe ich noch nie gegessen! Anschließend ist mir allerdings etwas schlecht. Wir gehen noch in die AIDA Bar und in die Disco. Ich halte heute aber nicht so besonders lange durch.

Die Dunn's River Falls kann man selbst hinauf klettern

Freitag, 19.12: Ocho Rios, Jamaika

Wir frühstücken um 8 Uhr und begeben uns mit insgesamt 7 Leuten, die wir im Laufe der Zeit kennen gelernt haben, an Land. Für 40 $ chartern wir einen Taxibus und lassen uns zu den "Dunn's River Falls" bringen, die über zahlreiche natürliche Terrassen und einen Höhenunterschied von insgesamt 185 Metern abwärts stürzen. Dort klettern wir empor. Wir gehen noch kurz an den recht schönen Strand an dem die Fälle enden und fahren dann mit dem Taxi weiter zum "Shaw Botanical Garden". Dort finden sich tolle Pflanzen, Wasserfälle und 100 Jahre alte Banyan Trees. Ein Jamaikaner den wir unterwegs treffen führt uns durch den Park und erklärt uns für ein kleines Trinkgeld einige Pflanzen.

Zurück auf den Schiff essen wir Pizza beim Nachmittags-Buffet. Dabei verliere ich auch gleich eine Wette gegen Elli. Ich dachte das Nachmittags-Buffet ist nur bis 16:30 geöffnet. Aber Pizza, Wraps und Sandwiches gibt's hier wohl fast rund um die Uhr. Nun ja, nach dem täglichen Training im Fitnessstudio lasse ich im Fotoshop einige Fotos von meiner Digitalkamera auf CD-R brennen. Das hat so circa 18 Euro gekostet. Man kann von so ziemlich jedem Speicherkartentyp CD-Rs brennen lassen. Sehr gut wenn man wie ich über 700 Fotos macht und nicht ausreichend Speicherchips dabei hat.

Nach dem Abendessen geht's zur Poolparty. Als wir so bei 30°C unter dem karibischen Sternenhimmel tanzen fängt es plötzlich an zu regnen. Doch kaum jemand verlässt die Tanzfläche. Wir tanzen im Regen zu Liedern wie "It's raining men" ... ein einmaliges Erlebnis!

Blick vom Bug der AIDA auf Montego Bay

Samstag, 20.12.: Montego Bay, Jamaika

Heute ist nicht so ein gutes Wetter. Also genau das richtige zum Faullenzen. Wir entscheiden uns heute einfach mal an Bord zu bleiben um dann die Neuankömmlinge zu begutachten (nach einer Woche gibt's einen teilweisen Passagierwechsel, aber wir haben ja zwei Wochen gebucht).

Auf dem Pooldeck gibt's eine recht gemütliche überdachte Liegewiese wo wir es uns nach dem Frühstück mit ein paar Leuten gemütlich machen. Ein bisschen lesen, in den Whirlpool legen und Cocktails trinken - so lässt es sich auch bei schlechtem Wetter aushalten. Irgendwann gehe ich dann doch noch joggen - aber nur um beim Abendessen mit gutem Gewissen zuschlagen zu können ;) Abends geht's ins Theater und an die Maritime Bar.

An Seetagen werden frische Früchte am Pool gereicht

Sonntag, 21.12.: Seetag

Frisch ausgeschlafen legen wir uns an den Pool. Nachdem in der täglich erscheinenden AIDA-eigenen Zeitung ("AIDA-Heute" genannt) nun mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass es nicht erlaubt ist Liegen zu reservieren wird nun hart durchgegriffen: alle Liegen auf denen nur ein einsames Handtuch liegt werden von der Hotelchefin leergeräumt. Natürlich haben die betroffenen Reservierer wenn sie wiederkommen tausend Ausreden parat warum gerade sie nun eine Liege reservieren mussten, aber das hilft ihnen auch nicht. Wir haben jedenfalls unseren Spaß das Schauspiel mit anzusehen. Und da dann plötzlich kein Liegestuhl mehr reserviert ist, suchen wir uns diesmal einen optimalen Platz aus. Schade nur dass heute das Wetter nicht wirklich gut ist.

Aber man muss das beste daraus machen. Und das ist auf der Aura nicht schwer! Nach Fitnessstudio, Essen und Whirlpool gehen wir heute ins Theater. Dort gibt es eine 80'er Jahre Show.

An der Playa del Carmen betreten wir das Festland vor Cozumel

Montag, 22.12.: Cozumel, Mexiko

Wir schlafen nur bis halb sieben. Das war auch eine gute Entscheidung, denn Mexiko würde ich persönlich als eines der Highlights dieser Tour bezeichnen. Wir treffen uns mit einigen Pärchen, die wir an Bord kennen gelernt haben, zum Frühstück und begeben uns anschließend an Land. Wir möchten heute nach Tulúm fahren. Das ist die einzige Maya-Tempelanlage die direkt am Meer liegt. Dazu müssen wir aber erst mal zum Festland (Cozumel ist eine Insel). Wir fahren also für 2 $ pro Person mit dem Taxi zur Fähre. Dort setzen wir für 8 $ pro Person und Strecke zum Festland über.

Wir landen in Playa del Carmen. Der Strand dort haut uns direkt vom Hocker. Türkisfarbenes Wasser. Weißer Sand. So stellt man sich die Karibik vor! Leider haben wir aber nicht viel Zeit hier da wir ja weiter nach Tulúm fahren wollen. Weil uns die Taxibusse zu teuer sind fahren wir mit einem mexikanischen Linienbus. Das kostet zwar nur 2 $ pro Person, dafür müssen wir aber auch die ganze Strecke stehen denn der Bus ist ziemlich überfüllt.

Ein Ort wie im Bilderbuch: Tulúm

In Tulúm angekommen esse ich in einem kleinen Restaurant noch original mexikanische Nachos und trinke ein Sol-Bier. Bevor wir die Mayastätte Tulúm nun endlich betreten können müssen wir noch ein paar Pesos Eintritt bezahlen. Und zwar wirklich Pesos. Unsere schönen amerikanischen Dollar werden hier als einziges Mal auf unserer gesamten Reise nicht angenommen. Macht aber nix, denn in dem Souvenirladen rechts neben dem Eintrittskarten-Schalter kann man Dollar in Pesos umtauschen. Aber: ob man sich Eintrittskarten kauft oder nicht scheint hier eigentlich niemanden zu interessieren. Jedenfalls hätten wir auch durchaus ohne das Gelände betreten können. Aber wir sind ja ehrlich.

Die Maya-Tempel von Tulúm stehen direkt am Meer

Wir betreten also das Gelände von Tulúm. Wir sehen direkt einige Maya-Tempel. Doch als ich dann auf einmal das Meer erblicke interessieren mich diese nicht mehr. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so einen Ausblick gehabt! Unglaublich! Was ein Strand. Schneeweiß. Das Wasser türkis bis hellblau. Daneben die Klippen. Die Sonne. Palmen. Die hellgrüne Vegetation. Herrliche Farben. Und direkt daneben die Tempel der alten Mayas. Tulúm war wirklich ein Erlebnis. Tipp: Badehose nicht vergessen.

Zurück fahren wir mit einem Taxi-Bus. Die sind von hier aus wesentlich günstiger als sie auf der Hinfahrt sein sollten. Zurück bezahlen wir nur 12 $ für 6 Leute. Die Hinfahrt sollte (so weit ich mich richtig erinnere) 40 $ kosten. Die Kombination Hinfahrt mit Linienbus und Rückfahrt mit Taxi ist also eine gute Idee gewesen.

Sonnenuntergang über der Karibik

Zurück in Playa del Carmen gehen wir noch ein wenig shoppen. Direkt in der Nähe der Anlegestelle der Fähre gibt es nämlich einen Shoppingbereich. Irgendwann fahren wir dann mit der Fähre zurück nach Cozumel. Dort haben wir noch etwas Zeit (die AIDA liegt ganze 14 Stunden vor Mexiko) und trinken in einer mexikanischen Bar einen Tequilla während die Sonne langsam im karibischen Meer versinkt. Mit dem Taxi geht's zurück zum Kreuzfahrt-Terminal.

Zum Abendessen gehen wir zuerst ins Marktrestaurant. Thema dort ist heute "Aus den Regionen des goldenen Drachen". Anschließend gehen wir zur Hafen-Info ins Theater. Und da das Essen ja nun etwas gesackt ist, begeben wir uns noch ins Calypso-Restaurant. Dort gibt's heute nämlich philippinisches Essen und das ist natürlich die Spezialität der zum Großteil philippinischen Köche an Bord.

Dienstag, 23.12.: Belize City, Belize

Ich glaube Belize kannte ich vor diesem Urlaub nicht einmal. Belize ist ein kleines und nur dünn besiedeltes Land südlich von Mexiko. Belize City ist die ehemalige Hauptstadt des Landes. Da Belize City aber mehrmals von Hurrikans zerstört worden ist, wurde die Hauptstadt kurzerhand ins Landesinnere verlegt. Sie heißt Belmopan und hat nur 7.100 Einwohner! Also eher ein Haupt-"Dorf" ;) Wegen den Zerstörungen findet sich in Belize City selbst auch wenig sehenswertes (ansonsten soll das Land Belize aber sehr sehenswert sein). Die Tour die wir gemacht haben kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen.

Die Swing Bridge in Belize City

Die AIDA liegt auf Reede und wir werden von einheimischen Schnellbooten in den Hafen gebracht. Dort verlassen wir das Hafengelände und halten uns links. Irgendwann erreicht man eine gelbe Brücke, die den südlichen und nördlichen Teil der Stadt verbindet. Es handelt sich übrigens um die letzte noch täglich betriebene Swing Bridge der Welt. Eine Swing Bridge ist eine Brücke die nicht nach dem Hebe-Mechanismus arbeitet sondern die sich dreht, so dass sie längs zum Fluss steht. Anschließend können links und rechts die Boote passieren. Direkt an der Brücke findet sich der Ticketschalter für die Taxiboote. Hier kann man Tickets u.a. nach Caye Caulker lösen (Kostenpunkt: 32 Belize-Dollar was 16 US$ entspricht). Nach kurzer Wartezeit und einigen Bananenchips die ich verspeist habe, fahren wir mit dem Schnellboot zum Caye Caulker.

Das idyllische Caye Caulker

Auf Caye Caulker angekommen lachen wir erst mal herzlich. Von dem Strand an dem wir abgesetzt wurden können wir die Straße vor uns entlang gucken. Am Ende der Straße sehen wir ... den Strand der anderen Seite. Das heißt: die Insel ist gerade mal 400 Meter breit. Es ist ein total idyllischer Ort. Autos gibt es auf Caye Caulker fast gar nicht. Wie auch? Es gibt ja keine Tankstelle. Hier fahren nur kleine Elektromobile und Fahrräder. Besondere Highlights der Insel: das Elektrizitätswerk und die Wäscherei.

Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt. Und trotzdem (oder gerade deswegen?): die Menschen scheinen hier sehr zufrieden und sind sehr freundlich zu uns. Ich fand die Insel selbst schon Erlebnis genug. Aber es wird noch besser: Vor Belize liegt das zweit größte Riff der Welt nach dem Great Barrier Reef vor Australien. Dort wollen wir natürlich schnorcheln. Auf Caye Caulker werden in zahlreichen Häuschen Schnorcheltouren angeboten. Ein Preisvergleich lohnt sich nicht. Wo wir gefragt haben kostete eine mehrstündige Tour immer 20 $. Eine Schnorchelausrüstung wird gestellt. Wir mussten allerdings etwas verhandeln damit wir rechtzeitig von der Tour zurück sind, um die letzte Fähre zum Festland noch zu erreichen.

Vor Belize liegt das zweitgrößte Riff der Welt

Jedenfalls fahren wir mit einem Motorboot raus zum Riff. Auf dem Boot ist sogar noch ein Junge mitgefahren der uns die ganze Zeit beim Schnorcheln begleitet hat und uns sehr viel erklärt hat. Das ist wirklich gut denn sonst entdeckt man als Amateur hier nicht so viel. Am Riff angekommen wird unser Boot schon von Rochen umlagert. Ein tolles Erlebnis! Diese großen Fische sind zutraulich wie eine zahme Katze. Sie kommen auf einen zugeschwommen und wollen gestreichelt und liebkost werden! Daran muss man sich bei so einem Fisch erst mal gewöhnen. Beim Schnorcheln entdecken wir Muscheln, Fadenwürmer und Hummer ... und dann taucht plötzlich ein Hai auf! Etwas weiter weg sehen wir noch zwei weitere!

Plötzlich taucht ein Hai auf!

Aber wie man merkt habe ich es gerade noch überlebt ;) Nein, Spaß beiseite. Es sind nur harmlose Ammen-Haie, die wohl mehr Angst hatten als wir selbst.

Zurück in Belize-City schlendern wir noch kurz durch ein paar Straßen und begeben uns dann zurück zum Schiff. Nach dem Essen (griechisch und italienisch) geht's zur Beachparty auf dem Pooldeck. Dort tritt die Band "Soultans" auf die in Deutschland mal einen Chart-Hit mit dem Titel "I Heard It Through The Grapewine" hatten (manchmal sind übrigens auch Bands wir die "No Angels" oder "B3" an Bord der AIDA). An den Hit der Soultans kann ich mich jedenfalls nicht wirklich erinnern, aber tanzen können die Jungs wohl. Und anschließend haben sie noch mit uns in der Disco gefeiert. Und heute wurde es ein ziemlich langer Abend ...

Heiligabend, 24.12.: Puerto Cortez, Honduras

Nach wenigen Stunden Schlaf begebe ich mich mit Günter, Anne und einigen anderen von Bord. Elli bleibt heute auf dem Schiff und lässt es sich im Wellnessbereich gut ergehen. Vor allem die beiden Saunen sind ein Highlight der AIDA-Schiffe.

So wie dieses Haus sieht jedes 4. hier aus. Ganz Honduras scheint von Coca Cola gesponsort zu sein!

Honduras ist ein sehr armes Land. Nur wenige Straßen sind wirklich befestigt. Und das beste ist: ganz Honduras scheint von Coca-Cola gesponsert zu sein. Sogar die Ortschilder tragen das Logo von Coca-Cola.

Geschickt wie wir im Verhandeln mit den mittelamerikanischen Taxifahrern inzwischen sind, laufen wir an denen die direkt vor dem Hafenterminal stehen erst mal uninteressiert vorbei. In der Regel kommen die hinterher gerannt und sind auf einmal viel billiger als vorher. Diesmal hält aber einfach ein Bulli der aber wohl kaum ein offizielles Taxi ist. Der nette Fahrer bietet an uns für 20 $ den ganzen Tag zu chauffieren. Das ist natürlich ein Angebot. Als wir in den Bulli klettern sehen wir die "Einrichtung" des Wagens. Auf dem Boden ist ein Teppich ausgelegt und an den Seitenwänden stehen zwei Sofas. Dazwischen steht eine riesige Lautsprecherbox. Sieht aus wie ein Wohnzimmer. Echt gemütlich. Aber ich möchte mal den Gesichtsausdruck eines deutschen Polizisten sehen, der so ein Auto anhält!

Auf der Festung San Fernando die früher als Piratengefängnis diente

Wir fahren jedenfalls in den Badeort Omoa. Dort besichtigen wir die Festung "San Fernando". Sicherlich ist sie ganz nett (vor allem der Ausblick von dort aus), aber unbedingt gesehen haben muss man sie nicht. Wir fahren also weiter zu einem Strand. Es ist bestimmt nicht der schönste Strand der Karibik. Aber - wie so oft - entwickelt sich unserer Honduras-Aufenthalt dann doch noch zu etwas ganz besonderem ...

Strand mit tollem Panorama

Spontan setzen wir uns in ein kleines offenes Restaurant direkt am Strand. Dort läuft karibische Musik zu der wir anfangen zu tanzen. Erfreut von unserer guten Laune baut der Restaurantbesitzer noch ein kleine Lichtanlage auf (Disco will ich es mal nicht nennen). Mit uns kommen noch ein paar Honduraner/innen dazu und wir tanzen, essen etwas und trinken spanisches Bier.

Wir haben auf jeden Fall richtig Spaß, vor allem auch mit unserem Fahrer dem wir ein paar Bier und eine Mahlzeit ausgeben. Dafür holt er uns eine Kokosnuss von einem Baum die er dann mit einem großen Messer aufschlägt und uns zum probieren reicht.

Zurück im Hafen rufe ich zuhause an, um frohe Weihnachten zu wünschen. Dort ist es schon 23 Uhr abends.

Weihnachten auf der AIDAaura

Auf der AIDA machen Elli und ich uns dann schick fürs Abendessen. Es muss zwar nicht sein, aber für besondere Anlässe wie Heiligabend sollte man dann auch auf der AIDA den Smoking oder das schicke Abendkleid mit in den Koffer packen. Heute Abend übertreffen sich die Schiffsköche natürlich mal wieder selbst. Fast drei Stunden sitzen wir im Markt Restaurant. Nachdem wir Bescherung auf der Kabine gemacht haben, begeben wir uns ins Theater zur Weihnachtsshow. Diese ist wirklich gut gemacht. Zuerst singen die Kinder aller Passagiere auf der Bühne ein Lied. Anschließend folgt eine sehr gut gesungene Einlage der Soultans und als Abschluss singt die gesamte AIDA-Crew einen Kanon für uns!

Sogar ein kleines Weihnachtsgeschenk hatten wir auf die Kabine bekommen ...

Donnerstag, 25.12.: Seetag

Nach dem Frühstück geht's an den Pool. Dort gibt es - wie jeden Seetag - Poolbrunch. Nachdem ich auf meiner Liege eingeschlummt bin werde ich von einem kurzem Regenschauer aufgeweckt. Das ist aber häufig so in der Karbik. Regen heißt hier nicht gleich schlechtes Wetter.

Etwas später begeben wir uns an die Geräte im Fitnessstudio und genießen das Training mit Meerblick. Elli hat auch oft einige der angebotenen Kurse mitgemacht. Nachdem wir uns vor dem Kabinen-TV ein wenig ausgeruht haben gehen wir im bordeigenen AIDA-Shop einkaufen. Man vermutet ja das die Preise dort recht hoch sein müssten, aber das Gegenteil ist der Fall. Vor allem Uhren und Schmuck sind recht günstig. Im Kleidungssortiment finden sich Esprit und weitere bekannte Marken. Ich kaufe mir eine schöne Sommerhose - und das mitten im Dezember!

Nach dem Essen spielen wir noch kurz das Krokodilspiel gegen unseren Barkeeper Ingo. Das Krokodilspiel ist ein Glücksspiel bei dem man den Degistif nach dem Essen entweder vom Barkeeper gewinnen kann oder man verliert und muss dann seinen eigenen Drink bezahlen und zusätzlich dem Barkeeper einen ausgeben. Bemerkenswert dabei: ein Barkeeper der das Spiel zwei Stunden lang spielen muss sollte wirklich sehr trinkfest sein.

Die AIDA liegt auf Reede

Freitag, 26.12.: George Town, Grand Cayman

Nach dem Frühstück fahren wir gegen 9 Uhr mit einem Tenderboot an Land (die AIDA liegt auf Reede). George Town ist mal wieder eine völlig andere Stadt als die bisherigen dieser Route. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Cayman Islands das Monaco der Amerikaner sind.

Wäre Boris Becker aber statt nach Monaco nach George Town ausgewandert, hätte er nicht nur weniger Steuern bezahlen müssen, sondern gar keine. Steuern gibt es auf den Cayman Islands nämlich nicht. Da deswegen viele reiche Amerikaner hier ein Häuschen haben, sind die Preise auch dementsprechend. Im Hard-Rock-Cafe kostete ein Hamburger mit Bier mal eben 18 $. Nun ja, dafür haben wir ja in den anderen Ländern gespart.

Die Cayman Islands sind sehr amerikanisiert

Ein Highlight auf Grand Cayman soll Stingray City sein wo man im Wasser mit einigen Rochen schwimmen und spielen kann. Da wir aber schon in Belize Rochen gestreichelt haben, machen Elli und ich uns zu Fuß auf zum "Seven Mile Beach". Es ist zwar ein gutes Stückchen zu laufen aber wir wollen ja schließlich auch was von der Insel sehen. Der Strand ist an und für sich sehr schön (siehe Foto). Das einzig ärgerliche ist, dass die Hotels stellenweise wirklich sehr dicht am Wasser gebaut wurden. Aber wir finden eine Stelle wo etwas mehr Liegefläche zur Verfügung steht. Einige Mitreisende haben uns übrigens erzählt dass sie Eintritt für den Strand bezahlt haben. Das braucht man aber nicht wenn man nicht gerade durch ein Hotel zum Strand läuft.

Nachdem wir ausreichend Sonne getankt haben (schließlich wollen wir karibisch-knackig-braun wieder zuhause ankommen) gehen wir entlang des Strandes zurück Richtung AIDA. Unterwegs kaufen wir noch ein paar Postkarten - wer war schließlich schon mal auf den Cayman Islands? Anschließend essen wir noch im Hard-Rock-Café.

Tja, und zurück auf dem Schiff geht's nun schon langsam ans Kofferpacken. Zuvor begeben wir uns aber noch zum Bingo spielen. Das sollte man am letzten Tag auf der AIDA immer mitmachen, denn dann wird der Jackpot der ganzen Woche verspielt. Falls man den gewinnt ist der nächste Urlaub schon fast wieder bezahlt!

Lasershow am letzten Abend

Nach dem Essen begeben wir uns dann ans Pooldeck. Hier erwartet uns die legendäre Lasershow zum Abschluss der Reise. Anschließend wird unter dem karibischen Sternenhimmel bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert wie es sich am letzen Abend eines perfekten Urlaubs gehört ...

Samstag, 27.12.: Abreise

Tja, den einzigen traurigen Moment dieser Reise will ich mal nicht so ausführlich beschreiben: Koffer packen, ein letztes Mal über das Pooldeck laufen, die vielen netten Leute die man in den 15 Tagen kennen gelernt hat verabschieden und ab in den Transferbus zum Flughafen.

Fazit:

Dass mir der Urlaub auf der AIDA gefällt, dürfte man wohl an meinen Schwärmereien im Reisebericht gemerkt haben. Also gehe ich gleich mal über zu meiner persönlichen Beurteilung der Route:

Ich habe sie als sehr interessant und abwechslungsreich empfunden. Länder wie Costa Rica und Panama bekommt man als pauschalreisender Tourist wohl eher selten zu Gesicht. Dabei bieten sie eine wirklich faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Wer nur eine Woche auf der Aura bucht sollte sich aber eher für die Route entscheiden die wir in der zweiten Woche gefahren sind. Das nicht ganz so interessante Puerto Cortez (Honduras) wird auf dieser Route ausreichend durch die absoluten Highlights Mexiko, Belize und Grand Cayman ausgeglichen. Und soviel steht fest: nach Mexiko möchte ich auf jeden Fall irgendwann noch mal reisen ...

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