Wochenendtrip nach Budapest

Datum:
26. bis 28. März 2010
Dauer:
3 Tage
Hotel:
Karte:
Reisekarte
Bereiste Städte:
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Reisebericht

Das Parlamentsgebäude in Budapest
Das Parlament in Budapest

Bei den Vorbereitungen für diese Reise lese ich immer wieder, dass Budapest unter den schönsten Städten der Welt eine Vormachtstellung einnimmt. Die Stadt ist reich an Natur- und von Menschenhand geschaffenem Erbe. So zählen das Burgviertel, der Donaukai und die Hauptstraße der Stadt zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Darüber hinaus verfügt Budapest als einzige Großstadt der Welt über zahlreiche Heilwasserquellen. Die denkmalgeschützten Bäder, für die die Stadt so bekannt ist, wurden zum Teil bereits im Mittelalter erbaut. So freuen wir uns nicht nur auf erlebnisreiches Sightseeing, sondern auch auf erholsame Stunden in einem der berühmten Thermalbäder.

die ungarische Fahne aus deren Mitte die sowjetischen Symbole heraus geschnitten wurden
Symbol der Revolution: Flagge mit einem Loch an der Stelle, wo einst die sowjetischen Symbole waren

Flüge nach Budapest finden wir bei easyJet. Die Flugzeiten sind perfekt: am Freitagnachmittag fliegen wir von Dortmund ab und komme am Sonntagabend zurück. Da auch der Preis genial ist, schlagen wir zu: 41 Euro kosten Hin- und Rückflug zusammen - inklusive aller Gebühren.

Als Unterkunft wählen wir das 3-Sterne-Hotel "Erzsébet City Center", das zentral in der Stadt liegt und somit ein guter Ausgangspunkt für einen Kurztrip ist. Besonders günstig können wir es auf der englischen Seite von "Thomas Cook" buchen, da es dort zum Buchungszeitpunkt eine Werbeaktion mit einem Preisnachlass über 30 Britische Pfund gibt. So zahlen wir lediglich 30,40 Britische Pfund (34 Euro) für beide Nächte zusammen und kommen so auf einen Gesamtpreis von 75 Euro pro Person für diesen Kurztrip.

Landung bei strahlendem Sonnenschein in Budapest
Strahlender Sonnenschein bei der Ankunft in Budapest-Ferihegy

Freitag, 26.3.: Ein Abend an der Donau

Nachdem wir online eingecheckt und unsere Bordkarten ausgedruckt haben, fahren wir mit dem Zug zum Flughafen Dortmund. Zwischen dem Bahnhof Holzwickede und dem Flughafen bringt uns der Flughafenbus für 1,50 Euro zum Terminal. Der Flug nach Budapest dauert rund 1,5 Stunden.

Easyjet landet am Terminal 1 des Flughafens Budapest-Ferihegy. Wir verlassen das Terminal und laufen links die Schilder entlang zum Bahnhof. Dort kaufen wir am Ticketautomaten, der direkt am Gleis steht, ein Zugticket in die Stadt. Unser Fahrtziel ist der Westbahnhof. Dabei fällt uns gleich auf, dass sich die ungarische Sprache sehr von den meisten anderen europäischen Sprachen unterscheidet und man die Bedeutung vieler Wörter nicht einmal annähernd erraten kann! Der Westbahnhof heißt auf Ungarisch beispielsweise "Nyugati pályaudvar".

Der Nyugati pályaudvar (Westbahnhof)
"Westbahnhof" heißt auf Ungarisch "Nyugati pályaudvar"

Das Ticket kostet 365 Forint (1,40 Euro) und kann mit einer Kreditkarte am Automaten bezahlt werden.

Am Nyugati pályaudvar angekommen laufen wir zur U-Bahnstation. Wir kaufen uns ein 10er-Ticket für rund 8,50 Euro. Mit diesen 10 Fahrten kommen wir das gesamte Wochenende aus. Ein Erlebnis in der Budapester U-Bahn sind die steilen und extrem schnellen Rolltreppen.

Unser Hotel "Erzsébet City Center" ist nicht weit von der U-Bahn Station "Ferenciek tere". Das Hotel macht einen guten Eindruck und das Zimmer, das wir bekommen, gefällt uns gut. Es ist sauber und gut ausgestattet.

Sonnenuntergang an der Donau
Sonnenuntergang an der Donau

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, laufen wir zum Ufer der Donau. Das Wetter ist fabelhaft. Wir setzen uns an die Donau und beobachten den Sonnenuntergang über dem Burgberg, einem der Wahrzeichen der Stadt.

Wir schlendern noch ein wenig die Donau entlang und begeben uns dann auf die ganz auf Touristen eingestellte Einkaufsmeile Váci utca. Dort setzen wir uns in den Außenbereich eines der vielen Restaurants und bestellen echt ungarisches Gulasch.

Blick über die Donau zum Burgberg
Der Burgberg im Stadtteil Buda

Samstag, 26.3.: Rundgang durch Buda und Pest

Das Frühstück im Hotel ist gut. Bei herrlichem Wetter verlassen wir so gut gestärkt unser Hotel und laufen über die Elisabethbrücke auf die andere Seite der Stadt. Die Seite auf der unser Hotel liegt heißt Pest, die Seite die wir nun betreten Buda.

Buda wird von zwei Hügeln geprägt, der eine ist der Gellértberg, der andere der Burgberg, auf dem sich die Altstadt befindet. Wir besteigen den Burgberg von Süden.

Die Fischerbastei
Die Fischerbastei

Wir laufen am Historischen Museum entlang und genießen die herrliche Aussicht auf die Stadt. Am Dreifaltigkeitsplatz schauen wir uns die mit einem farbenfrohen Dach ausgestattete Matthiaskirche an. Sie ist die bekannteste Kirche Ungarns, in der auch einige Könige gekrönt wurden.

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten auf dem Burgberg ist die Fischerbastei. Sie ist ein skurriles Bauwerk im neoromanischen Stil. Sie wirkt verträumt und diente deshalb auch schon als Kulisse für einige Märchenfilme. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht.

Wir schauen uns einige Zeit auf dem Burgberg um und setzen uns dann in ein Café, in dem wir uns mit warmen Apfelkuchen und Vanilleeis stärken.

Wir laufen weiter durch die Altstadt
In der Altstadt von Buda

Zurück am Ufer der Donau laufen wir über die Freiheitsbrücke auf die andere Flussseite. Am Ende der Brücke befindet sich die Große Markthalle mit ihren bunten, glasierten Ziegeln. Hier schauen wir uns um und kaufen ein paar Leckereien um uns zu stärken.

Unser nächstes Ziel ist das ungarische Nationalmuseum. Der Eintritt kostet 1.100 Forint (ca. 4 Euro). Das Museum dokumentiert sehr schön die Geschichte Ungarns, angefangen mit den ersten 400.000 Jahren alte Funden bis heute.

Anschließend ruhen wir uns im Hotel aus. Nach Einbruch der Dunkelheit fahren wir mit einem Bus auf den Gellértberg. Wir schauen und kurz die Zitadelle an, die hier steht und genießen dann die herrliche Aussicht auf Budapest bei Nacht.

Blick auf den Burgberg bei Nacht
Budapest bei Nacht

Heute ist ein europaweiter Aktionstag, der an begrenzte Energiereserven erinnern soll. Aus diesem Grund wird für eine Minute der Strom abgeschaltet. Deswegen befinden sich heute viele Menschen auf dem Gellértberg. Auch wir beobachten das Schauspiel bei dem die Millionenmetropole für eine Minute dunkel wird.

Mit dem Bus fahren wir darauf hin wieder den Berg herunter. In der Straße Váci utca suchen wir uns ein gemütliches Keller-Restaurant. Für rund 40 Euro essen wir dort sehr lecker zu Abend.

Die Quellen des im Jugenstil erbauten Gellértbads wurden bereits zur Türkenzeit genutzt
Das Gellért-Bad ist eines der vielen Thermalbäder der Stadt

Sonntag, 27.3.: Thermalbäder, Parlament und Magaretheninsel

Recht früh stehen wir heute auf und packen unsere Badesachen. In keiner anderen Großstadt Europas gibt es so viele natürliche Thermalquellen wie in Budapest - nämlich 118 Stück.

Wir laufen zur wohl berühmtesten Badeanstalt der Stadt, dem Gellért-Bad. Es befindet sich an der Freiheitsbrücke in Buda. Die Quellen des Bades werden bereits seit dem 13. Jahrhundert genutzt. Das jetzige Bad wurde 1918 im Jugendstil erbaut.

Der Eintritt kostet 7800 Forint, also 29,50 Euro für zwei Personen. Das Gellért-Bad ist eines der wenigen Bäder, das nicht strikt nach Männern und Frauen trennt. So können wir gemeinsam die heißen Quellen genießen. Aber auch das nach Geschlechtern getrennte Dampfbad nutzen wird.

Das Parlament wurde im neogotischen Stil erbaut
Die Kuppel des Parlaments

Herrlich entspannt packen wir nun unsere Taschen und checken im Hotel aus. Unser Gepäck lassen wir zur Aufbewahrung dort und laufen bei herrlichem Wetter die Donau entlang bis zu einem der prächtigsten Bauwerke der Stadt - dem Parlament. Das im neogotischen Stil erbaute Gebäude liegt direkt am Donauufer. Es ist das Wahrzeichen Budapests und eines der größten Gebäude der Welt.

Nachdem wir uns auch in der Umgebung des Parlaments umgeschaut haben und einige tolle Fotos im Park vor dem Parlament gemacht haben, laufen wir über die größte Brücke der Stadt, die Margaretenbrücke. In ihrer Mitte entspringt ein Abzweig, der auf die Margareteninsel führt.

Die Margareteninsel ist als Erholungsort beliebt
Erholung auf der Margareteninsel

Diese Insel inmitten der Donau zwischen den Ortsteilen Buda und Pest dient als Erholungsgebiet. Sie beherbergt eine ausgedehnte Parkanlage. Obwohl wir im März hier sind, ist das Wetter einfach traumhaft. Wir legen uns ein wenig auf den Rasen im Park und sonnen uns.

Am Nachmittag fahren wir dann mit der Tram zurück zum Hotel. Dort holen wir unser Gepäck, fahren mit der U-Bahn zum Westbahnhof und von dort mit dem Zug weiter zum Flughafen. Unser Flieger startet um 17:45 Uhr. Um 19:30 Uhr landen wir sicher auf dem Flughafen in Dortmund.

Straßenbahn in Budapest
Straßenbahn in Budapest

Fazit:

Städtereisen können oft in Stress ausarten. In Budapest passiert das nicht so schnell.

In der Stadt gibt es zwar viel Eindrucksvolles zu sehen, doch Budapest strahlt gegenüber anderen Metropolen eine gewisse Ruhe aus. Man schlendert die Donau entlang, spaziert durch die Altstadtgassen auf dem Burgberg, badet in den heißen Thermalquellen oder genießt die Sonne auf der Margareteninsel.

Also ein perfektes Ziel für einen Wochenendtrip zu Zweit!

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