Herbstferien auf Mallorca

Datum:
14. bis 21. Oktober 2009
Dauer:
7 Tage
Hotels:
Hotel König , Köln (1 Nacht)
Hotel Garbí , Cala Millor/Mallorca (4 Nächte)
Hotel Playa , Playa de Palma/Mallorca (2 Nächte)
Karte:
Reisekarte
Bereiste Städte:
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Reisebericht

"Mindestens einmal im Jahr nach Mallorca" - das ist zwar kein Grundsatz von mir, doch irgendwie mag ich diese Insel so sehr, dass ich sie seit 2003 jährlich mindestens für ein paar Tage besucht habe.

Cala Millor in den Abendstunden
Blick auf Cala Millor

Diesmal fliege ich mit meiner 15-jährigen Schwester auf meine Lieblingsinsel. Als Unterkunft habe ich uns das Hotel Garbí in Cala Millor gebucht - natürlich mit All-inclusive-Verpflegung. Das Hotel Garbí ist ein Familienhotel mit Sport-, Animations- und Unterhaltungsprogramm.

Im Anschluss an diesen Urlaub wird meine Schwester von Mallorca aus eine AIDA-Kreuzfahrt unternehmen, während ich noch zwei weitere Nächte auf der Insel verbringe. Anfangs geplant war davon nur eine Nacht. Da mein Rückflug allerdings in die frühen Morgenstunden verschoben wurde, habe ich mich lieber kostenlos auf einen Rückflug am Folgetag umbuchen lassen. So kann ich meinen Urlaub nochmal verlängern und erst etwas später in den Arbeitsalltag zurück kehren.

Das Hotel König in Köln-Kalk
Da wir morgens früh von Köln abfliegen, übernachten wir in der Rheinmetropole

Mittwoch, 14.10.: Vorübernachtung in Köln

Mit dem "Zug zum Flug"-Ticket von TUIfly fahren wir am Vorabend mit einem ICE nach Köln. Leider kommen wir mit einer Verspätung in Köln an. Wir fahren mit der S-Bahn weiter und erreichen Köln-Kalk in den späten Abendstunden.

Das Hotel König liegt direkt an der U-Bahnstation Kalk-Kapelle. Sicherlich nicht gerade das schönste Stadtviertel Kölns. Das Hotel gehört zu einem persischen Restaurant, in dem sich auch die Rezeption befindet. Wir werden freundlich empfangen. Das Zimmer entspricht dem, was wir erwartet hatten: nicht gerade luxuriös, aber für einen Preis von 50 Euro pro Nacht kann man in Köln nicht mehr erwarten.

Wir essen im Restaurant unter dem Hotel. Angeboten werden einige persisch-arabische Spezialitäten, die uns gut schmecken.

Donnerstag, 15.10.: Ankunft in Cala Millor

Am nächsten Morgen fahren wir mit einem Taxi vom Hotel zum Flughafen. Die Fahrt kostet 25 Euro.

Die Playa de Palma um 7:30 Uhr morgens
Ankunf an der Playa de Palma

Der Hinflug ist - wie immer mit TUIfly - sehr angenehm. So gibt es bei TUIfly z.B. noch ein kostenloses Frühstück.

Auf Mallorca gelandet, nehmen wir unseren Mietwagen der Gesellschaft "Goldcar rental" in Empfang. Dabei fühle ich mich allerdings etwas "über's Ohr gehauen". Die Bedingung aus dem Kleingedruckten bei diesem Vermieter ist nämlich, dass man den Wagen vollgetankt übernimmt, den Tank dabei auch komplett bezahlt und anschließend den Wagen leer wieder abgeben soll. Da man den Tank in 6 Tagen aber kaum leerfahren kann, ist mir jetzt schon klar, dass ich bei diesem Geschäft einen satten Verlust machen werde. Eine nicht gerade kundenfreundliche Praxis.

Da es noch früh ist, fahren wir zuerst einmal an die Playa de Palma, wo wir uns ein zweites Frühstück gönnen. Die Weiterfahrt nach Cala Millor dauert rund eine Stunden.

Der Pool ist hübsch
Der Pool des Hotel Garbí

Unser Hotel Gabí ist ein typisches Touristenhotel auf Mallorca. Es gibt unter anderem einen Pool mit Bar und kostenlosen Liegen, einen Innenpool, eine Bar mit Bühne und zahlreichen Sitzplätzen, einen Tennisplatz und einen Kinderspielplatz.

Das alles ist zwar vorhanden, aber auch nicht besonders hochwertig. So verfügt zum Beispiel der Innenpool zwar über einen Whirlpool, dieser ist praktisch aber nicht nutzbar, denn das Wasser darin ich ziemlich kalt. Kaltes Wasser hat meiner Meinung nach nichts mit einem Whirlpool zu tun. Dieser muss nämlich heiß sein um sich zu entspannen.

Unser Zimmer ist aber ganz gut ausgestattet. Es verfügt neben einem Balkon auch über eine Kochnische mit Kühlschrank und Herd. Das ist nicht wirklich wichtig in einem All-Inclusive-Hotel, aber doch angenehm.

Das Hotel Garbí ist allerdings etwas abgelegen. Man kann durchaus zu Fuß in den Ort laufen, aber ein Auto ist da schon besser. Am Abend fahren auch wir einmal in den Ort und schauen uns um. Ich selbst kannte Cala Millor noch nicht. So wie ich es aber gesehen habe, würde ich diesen Ort als hauptsächlich für Familien geeignet bezeichnen. Ansonsten ist er typisch für eine spanische Ferienhochburg.

Der Strand von Cala Millor
Der Strand von Cala Millor

Nachdem es langsam dunkel (und kalt) wird, fahren wir zurück zum Hotel und begeben uns ins Restaurant. Leider ist - entgegen der Bewertungen, die ich vorher im Internet gelesen hatte - das Essen im Hotel ausgesprochen schlecht. Leckere und appetitlich angerichtete Fleischgerichte haben wir an keinem einzigen Abend gefunden. Auch Salate, Beilagen und eigentlich auch alles andere können uns nicht begeistern. Das Mittagessen lassen wir in den folgenden Tagen ausfallen und weichen lieber auf ein paar Snacks aus dem benachbarten Supermarkt aus.

Der Abend im Hotel findet in der Bar statt. Hier kann man sich an Getränken bedienen. Die Auswahl ist okay, aber auch hier habe ich in anderen All-inclusive-Hotels schon wesentlich besseres angeboten bekommen. Die Abendanimation beginnt mit einem Programm für die jüngeren Kinder. Anschließend folgt die Erwachsenenanimation. Diese ist aus meiner Sicht eher nervig. Teilweise werden einfach ein paar Spiele auf der Videokonsole Wii auf der Bühne gespielt und vom Animateur kommentiert. Oder es wird ein Quiz gemacht, bei dem ständig das Mikrofon ausfällt.

Man muss früh genug in der Bar sein, damit man einen freien Tisch bekommt. Diese kleinen Tische stehen jeweils für sich. Ich finde das etwas schade, denn so kommt man nur schwer mit den Miturlaubern ins Gespräch.

Die Hauptstadt der Insel: Palma de Mallorca
Die Hauptstadt der Insel: Palma de Mallorca

Freitag, 16.10.: Shopping in Palma

Heute fahren wir mit unserem Mietwagen in die Inselhauptstadt Palma. Die Fahrt dauert 75 Minuten.

Wir parken in einem Parkhaus am Anfang der Avinguda de Jaime III und schlendern dann diese Haupteinkaufsstraße von Palma Richtung Altstadt. An der Avinguda de Jaime III bis zum Passeig des Born, an dem sie endet, finden sich zahlreiche große Einkaufsketten wie El Corte Inglés, h&m, Zara oder Mango.

Am Passeig des Born, der Prachtmeile Palmas, befindet sich ein hübscher Platz mit einigen Cafés und Schnellimbissen. Dahinter beginnt die Altstadt, in der sich ebenfalls große Ketten, aber auch kleinere Läden befinden. Nachdem wir beide fündig geworden sind, kommen wir an der Kathedrale an und laufen von dort aus zurück zum Parkhaus.

An der Strandpromenade von Cala Ratjada
Jeden Samstag ist Wochenmarkt in Cala Ratjada

Samstag, 17.10.: Straßenmarkt in Cala Ratjada

Nach dem nicht besonders guten Frühstück im Hotel fahren wir heute Morgen zum Markt ins nahe gelegene Cala Ratjada, der jeden Samstagmorgen stattfindet. Der Markt ist nicht besonders spannend, sondern voll und ganz auf Touristen ausgelegt. Dafür gefällt uns die Hafenpromenade von Cala Ratjada ganz gut. Wir laufen etwas umher und setzen uns in die Sonne.

Da es heute sehr sonnig ist, verbringen wir den Nachmittag am Pool des Hotels. Abends geht's dann - wie jeden Abend - in die Hotelbar, in der heute der Spielewettbewerb "Männer gegen Frauen" stattfindet.

Die unter Naturschutz gestellte Halbinsel Punta de Amer
Die Halbinsel Punta de Amer ist ein herrliches Wandergebiet

Sonntag, 18.10.: Relaxen am Pool

Am Rand von Cala Millor liegt die Halbinsel "Punta de Amer". Sie steht unter Naturschutz, ist deswegen nicht bebaut und man kann herrlich auf ihr umher wandern. Vom Hotel Garbí aus kann sie in wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden. Wir spazieren etwas durch die Landschaft und beobachten die Brandung, die gegen die Felsen schlägt.

Nachmittags legt sich der starke Wind wieder und wir können uns noch einmal an den Pool legen.

Das Beste an unserem Hotel ist übrigens die Tatsache, dass ich mit meinem mitgebrachten Laptop an allen Stellen mehrere unverschlüsselte WLAN-Netzwerke empfange. Ob die unbedingt zu unserem Hotel gehören, weiß ich nicht. Jedenfalls kann ich die Netzwerke nutzen und kann stets kostenlos im Internet surfen. So auch am Pool oder auf dem Zimmer.

Montag, 19.10.: Umzug an die Playa de Palma

Nach dem Frühstück packen wir unsere Koffer und checken aus. Gemütlich trinken wir noch einen Kaffee am Pool und fahren dann zum Flughafen in Palma. Dort holen wir die anderen drei Frauen - meine Mutter, meine Oma und meine Tante - ab, die mit meiner Schwester heute auf Kreuzfahrt mit der AIDAvita gehen werden.

Fassade der Kathedrale La Seu
Wahrzeichen von Palma ist die Kathedrale "La Seu"

Nachdem ich die vier mit unserem Mietwagen (ich hatte extra einen etwas größeren Citroën Berlingo angemietet) zum Hafen gebracht habe, gehen Sie aufs Schiff. Ich bleibe leider an Land.

Wo ich nun schon einmal in Palma bin, nehme ich die Gelegenheit war und fahre Richtung Altstadt. Obwohl ich nun schon mindestens acht Mal in Palma war, habe ich noch nie die Kathedrale - das Wahrzeichen der Stadt - von innen gesehen. Doch das möchte ich nun nachholen.

Der Eintritt in die Kathedrale kostet 4 Euro. Ihr Grundstein wurde 1230 gelegt. 1904 bis 1914 wurde sie von Antoni Gaudí, einem meiner Lieblingsarchitekten, umgestaltet. Von innen ist sie ungewöhnlich hell und ein tolles Beispiel für die Gotik in Spanien.

In den Altstadtgassen von Palma
In der Altstadt von Palma

Von der Kathedrale aus schlendere ich durch die Altstadtgassen.

Die Herrscher über Mallorca haben aufgrund der strategisch günstigen Lage immer wieder gewechselt. In den Jahren 902-1229 war die Insel unter arabischer Herrschaft. Aus dieser Zeit stammt das arabische Bad, das ich nun besichtige. Der Eintritt kostet 2 Euro.

Ich verlasse Palma und fahre zu einem riesigen Supermarkt zwischen Palma und Can Pastilla. Dort kaufe ich einige Urlaubsmitbringsel und ein wenig Proviant.

Mein Hotel für die folgenden beiden Nächte ist das Hotel Playa an der Playa de Palma. Es liegt auf der Höhe von Balneario 14, also recht weit Richtung Can Pastilla. Das Hotel Playa macht seinem Namen alle Ehre und liegt direkt an der Strandpromenade. Im Pool vor dem Hotel schwimmend blickt man den vorbeiflanierenden Urlaubern direkt ins Gesicht.

Blick über die Playa de Palma Richtung L'Arenal
Blick über die Playa de Palma Richtung L'Arenal

Das Gebäude des Hotel Playa ist zwar etwas älter, doch mit gefällt das Hotel sehr gut. Es verfügt über einen großen Gesellschaftsraum, eine Terrasse mit Pool und einen Fitnessraum, der gar nicht mal so schlecht ausgestattet ist. Ganz oben auf dem Hotel befindet sich ebenfalls eine Terrasse, die zwar nicht gut gepflegt ist, aber über eine umwerfende Aussicht über die gesamte Playa de Palma verfügt. Internet - auch über WLAN - gibt es zum Preis von 4 Euro für 3 Stunden.

Das Frühstück ist bei mir im Zimmerpreis von 35 Euro bereits enthalten. Das Abendessen in Buffetform kostet 8 Euro extra. Ich finde es gut, dass es bei mir nicht im Zimmerpreis inbegriffen ist, denn so kann ich spontan entscheiden, ob ich im Hotel essen möchte oder nicht.

Heute probiere ich das Abendessen direkt einmal und bin begeistert. Für gerade einmal 8 Euro bekommt man wohl nicht an vielen Orten an der Playa de Palma ein so gutes Abendessen. Es ist appetitlich angerichtet, schmeckt gut und ich werde freundlich bedient. Besser kann's für ein 3-Sterne-Hotel kaum sein.

La Seu bei Nacht
La Seu in den Abendstunden

Nach dem Essen setze ich mich noch einmal ins Auto und fahre zum Hafen von Palma. Hier erlebe ich meine fünfte Ausfahrt einer AIDA aus dem Hafen von Palma de Mallorca. Nur eines ist heute trauriger weise anders: ich bin nicht an Bord!

Beim Ablegen wird das Lied "Orinoco Flow" von Enya gespielt. Dieser Moment geht jedem, der schon einmal AIDA gefahren ist, tief unter die Haut. Allerdings ist es weniger schön, das Lied von Land aus zu hören, während das Schiff ablegt!

Trotzdem war es schön noch einmal gewunken zu haben, bevor ich die vier erst in Deutschland wiedersehen werde.

Dienstag, 20.10.: Relaxen an der Playa de Palma

Heute lege ich einen reinen Entspannungstag ein. Da kommt es mir gut gelegen, dass das Wetter einigermaßen gut ist. Ich lege mich etwas an den Strand. Damit kann man ansonsten im Oktober nicht unbedingt noch rechnen.

McFit-Mitglieder können auch die Filiale an der Playa de Palma kostenlos nutzen
Als McFit-Mitglied kann ich auch die Filiale an der Playa de Palma kostenlos nutzen

Auch Sport gehört für mich mit zur Entspannung. Nachdem ich gestern Abend noch entlang der Playa de Palma joggen war, gehe ich heute ins Fitnessstudio. In Deutschland bin ich Mitglied der Fitnesskette "McFit". Wer in einem McFit-Studio Mitglied ist, darf in allen weiteren Studios der Kette ebenfalls kostenlos trainieren. Und hier an der Playa de Palma hat McFit in diesem Jahr das erste Studio in Spanien eröffnet. Es befindet sich in laufweite zu meinem Hotel. Für Nicht-McFit-Mitglieder kostet ein einmaliger Besuch nur 4 Euro. Das Studio ist sehr sauber und super eingerichtet. Die Trainerinnen und Trainer sprechen englisch und deutsch.

Den heutigen Abend verbringe ich mit einem Cocktail an der Strandpromenade, bevor ich mich recht früh schlafen lege.

Mittwoch, 21.10.: Rückreise

Heute herrscht ein unglaubliches Unwetter auf der Insel. Bis zur Rückfahrt zum Flughafen kann ich das Hotel nicht verlassen, so heftig regnet und stürmt es. Bis zu meinem Rückflug am frühen Nachmittag unterhalte ich mich etwas mit dem Hotelbesitzer und beschäftige mich mit meinem Laptop.

Trotz des Unwetters startet mein Flieger pünktlich und ich lande um 18 Uhr wohlbehalten auf dem Flughafen von Düsseldorf.

Die Playa de Palma in den Abendstunden
Sonnenuntergang an der Playa de Palma, dem wohl beliebtesten Strand der Deutschen

Fazit:

Cala Millor ist ein typisch spanischer Urlaubsort wie viele andere auch. Empfehlen würde ich den Ort vor allem für Familien. Die Playa de Palma ist dagegen - wie natürlich jedermann weiß - das Epizentrum für alkohollastige Partys. Das ist - in deutlich abgeschwächter Form - auch noch zum Ende der Saison, also im Oktober, so.

Das Hotel Garbí in Cala Millor kann ich leider nicht weiter empfehlen. Vom Essen und der Abendanimation war ich enttäuscht. Auch die Lage oder die Qualität der Hotelanlage ist nicht gut.

Das Hotel Playa dagegen war ein Glücksgriff. Die Angestellten waren überaus freundlich und das Essen war besser als man erwarten darf. Insgesamt ist mir das Hotel, z.B. auch mit seinem Pool direkt an der Promenade, überaus sympathisch gewesen. Wer die ruhige Lage kurz vor Can Pastilla einem Hotel im Partyzentrum der Playa de Palma vorzieht, ist mit diesem kleinen und gemütlichen Hotel sehr gut beraten.

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